Grünes Licht für den Finanzplan 2025 bis 2029

von Redaktion

Bürgermeister Martin Lackner: „Ein solider Haushalt, bei dem wieder einige Investitionen drin sind“

Engelsberg – Der Gemeinderat hat die Haushaltssatzung für das Jahr 2026 erlassen. Das Haushaltsvolumen im Verwaltungshaushalt wurde mit 10.283.900 Euro und im Vermögenshaushalt mit 4.914.600 Euro veranschlagt. Daraus ergibt sich ein Gesamtvolumen von 15.198.500 Euro, was wiederum einen leichten Rückgang gegenüber den Vorjahreszahlen bedeutet.

Die größten Einnahmen im Verwaltungshaushalt sind die Gewerbesteuer, die mit 2,5 Millionen Euro veranschlagt wurde, der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer mit 2.135.100 Euro und die Kanal- und Wasserverbrauchsgebühren mit insgesamt rund 1,7 Millionen Euro. Die größten Ausgaben sind die Kreisumlage in Höhe von 2.278.400 Euro und die Personalkosten von 1.470.000 Euro. Die größten Einnahmen im Vermögenshaushalt sind Grundstücksverkäufe in Höhe von 2.250.000 Euro, Kreditaufnahme von einer Million Euro und die Zuführung vom Verwaltungshaushalt von 723.800 Euro.

Dem gegenüber stehen die größten Ausgaben mit dem Erwerb unbebauter Grundstücke mit 1,9 Millionen Euro, der Rathausmodernisierung von 975.000 Euro und der Tilgung der Kredite mit 434.300 Euro.

An allgemeinen Rücklagen sind zum Januar 2026 322.771 Euro vorhanden, nach einer Zuführung in Höhe von 28.052 Euro und einer Entnahme von 218.600 Euro wird diese Rücklage zum Jahresende 2026 132.224 Euro betragen. Die Sonderrücklage „Wasser“ wird bei 116.244 Euro bleiben. Der Schuldenstand der Gemeinde Engelsberg wird sich wie folgt entwickeln: Zum Januar 2026 beträgt der Schuldenstand 2.028.440 Euro, die Darlehensermächtigung von einer Million Euro kommt hinzu und die Tilgung von 434.300 Euro wird abgezogen, deshalb wird der Schuldenstand zum 31. Dezember 2026 2.594.140 Euro betragen, das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1.041 Euro.

Zahlen müssen kritisch
hinterfragt werden

Empfohlen vom Kämmerer wird dem Gemeinderat eine stete Ausgabenkontrolle sowie eine Ausgabenkürzung. Freiwillige Leistungen sollten kritisch betrachtet werden und künftig steigende Kosten im Bereich der Kinderbetreuung beachtet werden. Außerdem sollten neue Projekte erst nach Abschluss bereits begonnener Maßnahmen in Angriff genommen werden und eine Folgekostenkontrolle beachtet werden und auch der Aufbau einer langfristigen Stabilität der Rücklagen wurde empfohlen.

Nach der Vorstellung der Zahlen wurde das Thema für die Diskussion freigegeben. Bürgermeister Martin Lackner sagte, dass er fände, dass dies ein solider Haushalt sei, wieder einige Investitionen drin seien und die Zahlen schon dem Finanzausschuss vorlagen, der dem Gemeinderat die Zustimmung empfohlen habe.

Dritter Bürgermeister Franz Gsinn von den Freien Wählern sagte, dass die finanzielle Lage der Gemeinde stabil sei und der Haushalt „ohne Luftschlösser“ erstellt wurde und damit hart an der Realität sei, jedoch vorsichtig angesetzt wurde. Die 4,5 Millionen Euro Investitionen seien stark. Beim Anteil der Kfz-Steuer, die die Gemeinde erhalte, schlug er vor, dies in den Straßenbau zu investieren, damit hier kein Finanzstau entstehe. „Gute Arbeit vom Kämmerer“, lobt Gsinn. Zweiter Bürgermeister Hans Bauer von der Unabhängigen Bürgerliste sprach von einem ambitionierten Vermögenshaushalt mit 4,5 Millionen Euro an Investitionen. Sehr positiv sah er die Investitionen für die Schule. Der Betriebskostenzuschuss für die Kinderbetreuung sei explodiert, das müsse man künftig genau beobachten. Auch er war der Meinung, dass man beim Straßenerhalt dranbleiben müsse.

Damit wurde abgestimmt. Einstimmig wurde der Finanzplan von 2025 bis 2029 verabschiedet. gg

Artikel 1 von 11