Weltfrauentag wörtlich genommen: Mehr Frauen im Stadtrat

von Redaktion

Neumarkt-St. Veiter Gremium mit 50 Prozent Frauenanteil – Von Roennebeck rückt für Streck nach

Neumarkt-St. Veit – Neumarkt-St. Veit hat entschieden und mit der Wahl von Stefan Streck zum neuen Bürgermeister einen Wechsel eingeläutet. Nach 24 Jahren mit einem UWG-Bürgermeister an der Spitze nimmt jetzt ein CSU-Bürgermeister Platz im Rathaus Schloss Adlstein. Auch bei der Wahl der neuen Stadtratsmitglieder konnte die CSU zulegen.

43,6 Prozent (2020: 42,5 Prozent) der wahlberechtigten Neumarkter Bürger stimmten für die Christsozialen, die damit genauso viele Sitze im Stadtrat erhalten wie bisher, nämlich neun. Die UWG büßte genau diese 1,1 Prozent ein, kommt 2026 auf 40,4 Prozent Stimmenanteil (2020: 41,5 Prozent). Das bedeutet weiterhin acht Mandate.

Die Grünen konnten stark zulegen, erhöhten den Stimmenanteil von 7 auf 11,1 Prozent. Zugpferd war Bürgermeisterkandidat Thomas Döring mit 2.233 Stimmen, sodass zukünftig mit Tina Winterer (1.095 Stimmen) eine weitere Grünen-Stadträtin im Gremium vertreten sein wird.

Anstelle von zwei ist es bei der SPD allerdings jetzt nur noch ein Stadtrat, der die Sozialdemokraten im Neumarkter Stadtrat repräsentiert. Ludwig Spirkl holte mit 880 Stimmen das einzige Mandat der „Roten“, blieb um 176 Stimmen hinter seinem Ergebnis von 2020 zurück. Bürgermeisterkandidatin Madlen Winterer landete mit 637 Stimmen nur auf Rang drei hinter dem Ortsvorsitzenden Ulrich Geltinger, für den 748 Stimmen zu wenig waren, um nach 30 Jahren und fünf Legislaturperioden erneut einzuziehen.

Geltinger nach 30 Jahren
nicht mehr gewählt

Die Wahlbeteiligung lag mit 62 Prozent knapp über dem Ergebnis von 2020 (60,8 Prozent). Stimmenkönig ist wie schon 2020 ein CSU-ler. Stefan Streck holte 3.457 Stimmen, blieb damit aber hinter dem Top-Ergebnis von Michael Kulhanek von 2020 zurück (3.753). Das zweitbeste Ergebnis unter den Stadträten holte UWG-Stadtrat Michael Lächele mit 2.697 Stimmen. UWG-Bürgermeister-Kandidat Peter Hobmaier kam nur auf 2.239 Stimmen, erzielte nur das viertbeste Ergebnis auf der UWG-Liste.

Bemerkenswert: Offenbar haben die Wähler den Weltfrauentag – vielerorts wurde am Sonntag (8. März) auch mit dem Wortspiel „Wählt-Frauen-Tag“ geworben – ernst genommen. Denn der Neumarkter Stadtrat wird insgesamt weiblicher. Waren es 2020 von 20 Stadtratsmitgliedern lediglich sechs Damen, die ins Gremium gewählt wurden, hat sich der Frauenanteil bei dieser Wahl auf 50 Prozent erhöht. Zehn Damen und zehn Herren fassen künftig ihre Beschlüsse im Stadtrat.

Nachdem Stefan Streck als Bürgermeister von der CSU-Liste geht, rückt Rosmarie von Roennebeck nach. Sowohl bei der CSU als auch bei der UWG hatten die Frauen Spitzenergebnisse erreicht. Bei der CSU holte Heike Perzlmeier mit 2.179 Stimmen das beste Ergebnis vor der Ortsvorsitzenden Johanna Obermeier und Landratsgattin Hildegard Heimerl, die neu im Stadtrat ist. Bei der UWG konnten Sylvia Wegner mit 2.681 Stimmen (2020: 2.209 Stimmen) und Silke Auer mit 2.370 Stimmen (2020: 1.755 Stimmen) ihre Ergebnisse deutlich verbessern.je

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