Drei Bürgermeister machen Platz

von Redaktion

In der VG Rohrbach stehen nach der Kommunalwahl die neuen Gemeinderäte fest. Da die drei konkurrenzlos gewählten Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden auch auf den Listen kandidierten, machen sie ihre Plätze für Nachrücker frei. Damit ist klar, wer ab Mai in den Gremien sitzen wird.

Rohrbach – In allen drei Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach stand der Bürgermeisterkandidat auch auf den jeweiligen Listen der Bewerber für den Gemeinderat. Konkurrenzlos sind Matthias Huber (Erharting), Werner Biedermann (Niederbergkirchen) und der Neue im Bunde, Andreas Huber (Niedertaufkirchen), durchmarschiert. Sie führen schon jetzt beziehungsweise ab Mai die einzelnen Kommunen als Gemeindeoberhaupt. Damit machen sie gleichzeitig Platz für Nachrücker auf ihren Listen.

Besetzung der Gremien steht schon jetzt fest

Wie Georg Wagenbauer, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach, auf Nachfrage mitteilt, sind die Wahlergebnisse aller drei Mitgliedsgemeinden erst dann amtlich, wenn der Gemeindewahlausschuss am 19. März getagt haben wird. „Aber an der Besetzung der Gremien wird sich nichts mehr ändern“, sagt er schon jetzt.

Und so lässt sich jetzt schon sagen, wer ab Mai in den einzelnen Gemeinderäten vertreten sein wird. In Erharting macht Bürgermeister Matthias Huber den Platz als Gemeinderat frei. Er hatte auf der Liste der UWG Erharting 589 Stimmen gesammelt, liegt damit hinter Stimmenkönig Thomas Gründl (661 Stimmen) auf Platz zwei. Für ihn rückt die einzige Frau auf der Liste, Christina Oszinda, nach.

Die Besonderheit des Erhartinger Gemeinderates: Er besteht nicht mehr wie bisher aus acht Gemeinderäten, sondern zukünftig aus zwölf Mandatsträgern. Weil die Gemeinde im vergangenen Jahr die 1.000-Einwohner-Grenze geknackt hatte, erhöht sich die Zahl der Gemeinderatsmitglieder. Diese sind neben Oszinda und Gründl ab Mai Stefan Speckmaier, Helmut Wurm, Martin Kolm, der aktuelle Zweite Bürgermeister Christian Mittermüller, Christian Rötzer, Karl Englbrecht, Andreas Kottinger, Andreas Neuhofer, Martin Maier und Marcus Albersberger. Vor sechs Jahren hatte es noch zwei Listen gegeben und auch zwei Bewerber um das Bürgermeisteramt. Josef Schmid hatte für dieses Amt für die Freie Wählergemeinschaft Erharting kandidiert. Er ist als Gemeinderat neben Stefanie Gansmeier, Wolfgang Wagner und Willi Gründl im aktuellen Rat vertreten. Alle vier sind aber nicht mehr angetreten, ebenso wie die UWGler Georg Grandl und Martina Karl.

Bürgermeister Werner Biedermann macht in Niederbergkirchen einen Listenplatz frei für einen Nachrücker. In diesem Fall ist das Richard Eberl, der damit das 12. Mandat im Rat erhält. Stimmenkönig der gemeinsamen Liste von CSU und NBL wurde in Niederbergkirchen Markus Holz, der 788 Stimmen auf sich vereint hatte.

Zwei Frauen durchbrechen die Männerdomäne im Gemeinderat. Julia Wick hatte mit 732 Stimmen das zweitbeste Ergebnis bei der Kommunalwahl in Niederbergkirchen geholt. Daniela Nägler war mit 656 Stimmen auf Platz 5 gelandet. Weitere Mitglieder sind der aktuelle 2. Bürgermeister Richard Petermeier, Thomas Auer, Christian Zenefels, Michael Holz, Georg Lohr, Andreas Lohr, Martin Dirnberger und Johann Haberger.

Biedermann stellt klar: Notverbund nicht entschieden

Bürgermeister Werner Biedermann hatte schon am Wahlabend angekündigt, dass es noch jede Menge an Hausaufgaben gebe, die er zu erledigen habe. Eine davon sei die Schaffung eines Notverbundes für Trinkwasser. Anders als in den OVB- Heimatzeitungen zu lesen war, handelt es sich dabei aber nicht um einen möglichen Verbund mit Mühldorf. Tatsächlich sei noch nicht entschieden, in welche Richtung dieser Notverbund entwickelt wird, stellt Biedermann klar.

Als Neuling wird im Mai 2026 Andreas Huber als neuer Bürgermeister von Niedertaufkirchen vereidigt. Der 30-Jährige war vor sechs Jahren neu in den Gemeinderat eingezogen, hatte das Amt des Jugendreferenten inne und hatte sich nun entschieden, als Nachfolger von Bürgermeister Sebastian Winkler in dessen Fußstapfen zu treten. Der hatte 23 Jahre lang die Geschicke in der Gemeinde gelenkt und sich entschieden, das Ruder nun einem Jüngeren zu überlassen. Huber stand auf der gemeinsamen Liste der Freien Wählergemeinschaften von Niedertaufkirchen und Roßbach (FWGN/ FWGR), hatte 707 Listenstimmen geholt und wird nun als neuer Bürgermeister diesen Platz Nachrücker Andreas Spörkl, der bereits ein Gemeinderatsmandat besitzt, überlassen.

Diesmal keine
Grünen-Liste mehr

Bei der Wahl vor sechs Jahren waren die Grünen mit einer eigenen Liste angetreten. Dr. Rita Sperl und Markus Schlagbauer hatten damals als Grüne das Mandat erhalten. Dieses Mal gab es keine grüne Liste mehr. Sperl war nicht mehr angetreten, Schlagbauer hingegen auf der Liste der FWGN/FWGR. Mit 293 Stimmen blieb ihm das Mandat nun aber verwehrt.

Zwei Frauen gehören dem künftigen Gemeinderat von Niedertaufkirchen an. Die bisherige Gemeinderätin Brigitte Sedlaczek hatte mit 805 Stimmen die zweitmeisten Stimmen geholt. An Josef Reichl auf Platz 1 kam sie allerdings nicht heran. Er ist der einzige Kandidat, der mit 1.059 Stimmen die 1.000-Marke gesprengt hatte. Weitere Mitglieder des Rates sind Johan Häglsberger junior, Bernhard Schierer, Stefan Seidl, Ole Bonk, Gerhard Wimmer, Sabrina Holz, Johann Schmid, Peter Obergrußberger und Engelbert Noppenberger. Die bisherige 2. Bürgermeisterin Anneliese Schaber ist nicht mehr angetreten. Hier wird es also ebenfalls einen neuen Namen geben.

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