Ampfing – Der Nachwuchs liegt Otti Gantenhammer, der Jugendleiterin des Trachtenvereins Isentaler, etwas im Magen. Nicht der, der sich bereits im Verein engagiert, sondern der, der nicht da ist. Das wurde bei der Jahresversammlung des Trachtenvereins im Gasthaus Kreuzerwirt in Mettenheim deutlich.
Jugendleiterin Otti Gantenhammer gab an, dass derzeit wieder über 30 Kinder aktiv sind. 32 Proben wurden durchgeführt und es gab zudem Sonderproben für diverse Veranstaltungen. Bei den Kindern sind damit wieder so viele Teilnehmer wie vor Corona. „Was aber fehlt, sind die Jugendlichen“, bedauert Gantenhammer. „Wollen wir hoffen, dass von der Kindergruppe viele weitermachen, damit wir in Zukunft auch wieder eine Jugendgruppe haben“. Zum Schluss bat sie um Mithilfe und Unterstützung bei der Jugendarbeit.
Martin Müller sagte bei seinem Kassenbericht, dass es viele Veranstaltungen mit vielen Einnahmen und Ausgaben gegeben habe. „Am Ende konnte ein Plus auf dem Konto verbucht werden“.
Für die Theatergruppe hielt Annemarie Wieser Rückblick. Seit Oktober 2025 seien für das Stück die Proben gelaufen. Insgesamt hatten die „Isentaler“ über 900 Besucher und alle waren sich einig, dass es viel Spaß gemacht habe. Derzeit sind die Spieler mit Gegenbesuchen bei anderen Theateraufführungen zu Gast.
Der Vorsitzende Sepp Sperr lobte das Engagement von Jugendleiterin Otti Gantenhammer und Annemarie Wieser. Trachtenwartin Anni Eisner besuchte eine Schulung, wo unter anderem die Pflege der Lederhosen, die Schmuckpflege und das richtige Lagern von Hüten Themen waren. Derzeit nähen sich die Damen des Vereins ein neues Dirndl. Insgesamt trafen sich 21 Näherinnen. Ausgeführt werden soll das neue Dirndl zum Maibaumaufstellen in Ampfing. Für das Heimathaus gab Gerlinde Aumann ihren Bericht ab. Regelmäßige Öffnungszeiten werden beibehalten. Immer seien Besucher da, so Gerlinde Aumann. Die Hauptarbeit im Heimathaus bestehe aus der Instandhaltung. „Wir sind eine gute Gruppe, die hier zusammenhilft“. Neu ist im Heimathaus eine Eisenbahnausstellung, die auch im Schaufenster zu besichtigen ist. Zum Abschluss bat Gerlinde Aumann um Unterstützung, damit es auch im Heimathaus weitergehen könne.
Gebietsvertreter Franz Leipfinger meinte, ein Trachtenverein habe so viel zu bieten: Gesellschaft, Zusammenhalt, Teamgeist, Tradition und vieles mehr. „Schade, dass die Jugend kein Interesse hat und man sie auch nicht motivieren kann“. Zum Abschluss ermutigte Leipfinger die Vorstandschaft, nicht den Mut zu verlieren und nach neuen Ideen zu suchen und weiterzumachen.
Bürgermeister Josef Grundner freute sich in seinem Grußwort, das die Tradition bei den Kindern weitergehe. Auch das gute Annehmen der Schweppermannhalle für Veranstaltungen sprach er an. „Ihr macht euch viel Arbeit mit dem Organisieren und Dekorieren der Räumlichkeiten“. Schön findet es Josef Grundner, dass die „Isentaler“ mit ihren Erfolgen den Namen Ampfing bekannt machen.
Bei der Versammlung kam ein alter Theatervorhang zur Sprache, den man vor einiger Zeit gefunden hat. Da der Vorhang einen großen kulturellen Wert hat, will der Verein ihn erhalten. Er könnte hergerichtet werden, so die Aussage einer Gutachterin. Jetzt will man im Verein besprechen, wie man weiter verfährt, da die Kosten für die Instandsetzung nicht unerheblich sind.
Diakon Sepp Breiteneicher forderte abschließend auf, unser Leben und unser Land zu erhalten. „Wir brauchen ein neues Wir“, so der Diakon.