Polling – Interessant ist das Ergebnis der Gemeinderatswahl in Polling ausgefallen. Die Liste des amtierenden Bürgermeisters Lorenz Kronberger (UWG) ist 2026 gar nicht mehr zur Wahl angetreten. Dennoch besteht der zukünftige Gemeinderat in Polling weiterhin aus vier Parteien. Denn neu ins Gremium hat es die AfD geschafft. 14,5 Prozent der Stimmen erhielt sie. Das ergibt zwei Sitze.
AfD im
Pollinger Gemeinderat
Richard Wagner freut sich über das Ergebnis der Pollinger AfD. Er ist auch als Bürgermeisterkandidat angetreten, hat sein Ziel jedoch mit 17,2 Prozent klar verfehlt. „Hier hätte ich mir zwar etwas mehr erhofft“, sagt er. Die AfD sei jedoch noch „neu im Geschäft“, weswegen er auch mit den zwei Sitzen im Gemeinderat zufrieden ist. „Das ist ein Teilerfolg“, sagte er.
Die AfD gilt in Deutschland weiterhin als rechtsextremistischer Verdachtsfall. Deren Einzug in den Pollinger Gemeinderat „muss man respektieren.
„Das ist der Wählerwille“, sagt baldiger Bürgermeister Ernst Weinberger (CSU). Er freut sich über das gute Ergebnis der CSU, die um zehn Prozent zulegt und nun neun Sitze im Gemeinderat hat.
Besonders hierbei ist, dass nicht Pollings neuer Bürgermeister, Ernst Weinberger, als Listenerster am meisten Stimmen erhielt, sondern der derzeitige Zweite Bürgermeister Andreas Maierhofer, der von Listenplatz fünf nach oben gewählt wurde. Ebenfalls in der Reihenfolge weiter nach vorn gerückt sind Stefan Mooshuber, von Listenplatz sechs auf drei, Andreas Selmaier, von Listenplatz zehn auf fünf, und Florian Lohr, von Listenplatz 16 auf sieben.
Nach hinten gerutscht, aber durch den Stimmenzuwachs trotzdem gewählt, sind Thomas Jobst, der als Listenvierter letztlich auf Platz acht landet, und Barbara Fuchshuber, die als Listenzweite auf Platz neun liegt.
Schlecht gelaufen ist es für die Freien Wähler. Sie verlieren verglichen mit der Wahl 2020 (fünf Sitze) gleich elf Prozent und haben nur mehr drei Sitze. Besonders ist zudem, dass Karin Mayerhofer, für die Freien Wähler auf Listenplatz sieben, die meisten Stimmen erhielt. Erst dann kommen Grit Berdel (Listenplatz eins) und Wilhelm Skudlik (Listenplatz zwei). Die Grünen behalten in Polling ihre zwei Plätze. Listenerste Lena Koch erhielt am meisten Stimmen. Den zweiten Sitz nimmt Andrea Moser (Listenplatz drei) ein.
CSU verliert in Töging und hat nur noch acht Sitze
In Töging verlor die CSU enorm. Im Vergleich zu 2020 (elf Plätze) bekam sie nun 16 Prozent weniger und hat nur mehr acht Sitze. Einen Satz nach vorne machte hierbei Marcus Köhler, von Listenplatz 13 auf vier. Die Freien Wähler gewinnen einen Platz dazu und haben nun fünf Sitze. Weit nach vorne schaffte es Alexander Wittmann, von Listenplatz elf auf fünf. Auch die SPD legt einen Sitz im Stadtrat dazu und hat nun sechs Plätze. Bastian Höckestaller macht am meisten Ränge gut und wandert von Listenplatz 19 auf fünf. Neu im Stadtrat sind die Grünen. Mit 5,6 Prozent der Stimmen erhalten sie einen Platz, den Christian Engleder einnimmt.
Starke Einbußen für die Grünen gibt es in Tüßling. Sie verlieren mit minus 8,5 Prozent einen Sitz und haben nur mehr zwei Plätze, die an Reinhard Hausmann (Listenplatz zwei) und Matthias Scheffel (Listenplatz vier) gehen. Nicht mehr im Gemeinderat ist die SPD. Vier Sitze gehen an die Bürgerliste/Freie Wähler Tüßling, drei Sitze an die Tüßlinger Liste. Etwas verloren (minus 2,8 Prozent) hat auch die Tüßlinger CSU, bleibt jedoch bei ihren sieben Sitzen. Weiter nach oben gerückt ist dabei Claudia Huber-Palazzo von Platz 16 auf vier.
Keine Auffälligkeiten gab es hingegen bei der Wahl des Gemeinderates in Oberneukirchen. Die acht Plätze der einzigen Liste verteilen sich auch auf die vorderen Listenplätze. Nur Christian Mayerhofer hat es als Listenachter knapp nicht in den Gemeinderat geschafft und sitzt derzeit an der ersten Nachrückerstelle.
Auch in Taufkirchen bleibt vieles beim Alten. Sowohl UWG als auch FLT behalten ihre jeweils sechs Sitze. Auffällig ist, dass für die FLT Franz Fürstenberger von Listenplatz zehn auf sechs vorgewählt wurde. In Jettenbach machte bei nur einer Liste mit Kandidatin (JWG) Johann Kinzner von Listenplatz zehn auf sechs einen Satz nach vorne.
Sitzverteilung bleibt
in Kraiburg gleich
Auch in Kraiburg setzt sich der Gemeinderat wie schon die vergangenen sechs Jahre aus sieben CSU-, fünf UWG-, zwei SPD- und zwei Grünen-Sitzen zusammen. Auffällig ist, dass Sebastian Heiml bei der CSU als Listenzweiter nur als Siebter in das Gremium einzieht. Andrea Mooshammer (Listenplatz vier) und Andreas Timmel (Listenplatz fünf) haben es hingegen nicht geschafft. Weiter nach vorne von Platz 14 auf Platz fünf kamen Alois Radlbrunner und von Platz neun auf sechs Monika Oberbacher.
Für die SPD hat es Andreas Körber mit Listenplatz eins nur auf die drittmeisten Stimmen geschafft und hat somit den ersten Nachrücker-Platz. Weiter nach vorne gerückt sind hingegen drei UWG-Kandidaten: Gerald Seidinger, Gerhard Preintner und Franz Kifinger (Listenplätze sechs, sieben und neun) haben einen Sitz im Gemeinderat. Silke Vogel (drei), Josef Ohni (fünf) und Ernst Kirmeier (vier) belegen die ersten Nachrücker-Plätze.