Pächterwechsel nach 43 Jahren

von Redaktion

Mit Hermann Pfanzelt und Sepp Steyrer

Oberornau – Bei der Versammlung der Jagdgenossenschaft Oberornau berichtete Jagdvorsteher Deißenböck vom Besuch der Kreisversammlung, bei der das Verbissgutachten vorgestellt wurde. Dr. Martin Kennel erläuterte, dass bei der Hälfte der 122 Jagdreviere im Landkreis Mühldorf der Wildverbiss im tragbaren Bereich läge, bei der zweiten Hälfte jedoch sei er zu hoch beziehungsweise auch deutlich zu hoch.

Da bei einem Waldbegang im Bereich der Hochstraße sogar verbissene Fichten festgestellt wurden, verständigte man sich bei der Aufstellung des Abschussplanes für das Jagdrevier Oberornau, den Rehabschuss auf dem derzeitigen Niveau beizubehalten.

Zum Jagdausflug trafen sich Ende November 58 Personen und fuhren zum Pflügerhof in Neufahrn bei Freising, nachmittags dann zum Maschinenbau Albach in Langquaid. Der langjährige Jagdpächter Julius Kagerer trat nach 43 Jahren als Jäger für den Jagdbogen Oberornau aus gesundheitlichen Gründen aus dem Jagdpachtvertrag zurück.

Der bisherige Stellvertreter Hermann Pfanzelt übernimmt zukünftig, zusammen mit Sepp Steyrer, die Jagdpacht für das Gemeinschaftsjagdrevier Oberornau. Jagdpächter Sepp Steyrer berichtete, dass ihm vor allem die Ausbreitung der Waschbär-Population Sorgen bereite. Laut Aussage des Landratsamtes müsse diese invasive Art verstärkt bejagt werden, da sie als Allesfresser sowohl Vogelnester plündern als auch Jungtiere von Vögeln wie auch Feldhasen auf ihrem Speiseplan hätten.

Zum Schluss der Versammlung stellte sich noch der neue Revierförster Michael Siegl vor und hielt auch einen kurzen Vortrag über Pflanzungen im Wald und die verschiedenen staatlichen Fördermöglichkeiten.

Artikel 1 von 11