Neumarkt-St. Veit – Der Bienenzuchtverein Neumarkt-St. Veit traf sich zur Jahresversammlung im Gasthaus Maier in Teising. Der Vorsitzende Klaus Oberbuchner gab einen Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr: Neben der Jahresversammlung war einer der Höhepunkte die Beteiligung am Waldfest und am Bienenmarkt in Aham mit einer Unterstützung aus den eigenen Reihen beim Grillen, der Essensausgabe und der Kasse sowie einer Beteiligung am Mantelsonntag mit einem Infostand zur Junkimkerausbildung und einer Schaubeute, die viele Interessenten anzog.
Der Vortrag „Bienenfreundliche Pflanzen“ im Oktober von Referent Peter Gasteiger konnte viel Wissen über Anzucht und Saatgut geeigneter Pflanzen im eigenen Garten erlebbar machen. Der beliebte Ausklang im Vereinsjahr war im Dezember das Ambrosiusfest, das dem Heiligen Ambrosius als Schutzpatron gewidmet ist und in einem feierlich umrahmten Gottesdienst von Pfarrer Franz Eisenmann zelebriert wurde. Mit einem gemeinsamen Essen wurde das erfolgreiche Bienenjahr abgeschlossen.
Neumitglieder konnten im vergangenen Jahr erfreulicherweise zwei aufgenommen werden, sodass der Mitgliederstand derzeit 37 Mitglieder beträgt, die insgesamt 221 Bienenvölker betreuen.
Besonders gelungen war der Neustart des Programms „Jungimkern auf Probe“, bei dem Anfängern für zwei Jahre erfahrene Imkerpaten an die Seite gestellt werden, die ihr Wissen und ihre Erfahrung an die Neuimker weitergeben. Hier gelang an den Bienenständen in Oberscherm im blühenden Garten von Josef Petermeier mit vier Jungimkern ein erfolgreicher Start. Ein besonderer Dank galt dabei Imkerpate Peter Reiss, der zusammen mit Klaus Oberbuchner die Betreuung übernahm. Drei Neuimkern konnte Oberbuchner daher das Zertifikat als Imker übergeben: Das waren Gabi Haupt, Herbert Gill und Benjamin Hellmann.
Kassier Martina Wimmer gab einen Einblick in die Kassenführung. Die Kassenprüfer bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung, sodass die Vorstandschaft entlastet werden konnte.
Für ihre langjährige Zugehörigkeit zum Bienenzuchtverein wurden ausgezeichnet: Rosina Maria von Roennebeck für 40 Jahre und Hans Heizinger für 30 Jahre.
Manfred Reindl nutzte die Gelegenheit, Neuigkeiten aus dem Lehrbienenstand Aham ans Herz zu legen. 2026 wird das 50-jährige Jubiläum des Bienenstandes gefeiert mit Festgottesdienst, Waldfest und Bienenmarkt. Ebenso bietet der Lehrbienenstand Sammelbestellungen von Honiggläsern und Varroamitteln an.
Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis. Unter Wahlleiter Franz Vollmaier wurden gewählt: Vorsitzender Klaus Oberbuchner, Stellvertreter Andreas Bruckmeier, Kassier Martina Wimmer, Kassenprüfer Franz Frühwirt und Franz Rauscheder, Schriftführerin Gabi Haupt, Beisitzer Matthäus Heigl und Karl Huber.
Franz Vollmaier gab in seinem Vortrag einen fachlichen Einblick in die Themen „Frühjahrsarbeiten am Bienenstock“. Wichtig sei der Zeitpunkt, wann man den Honigraum aufsetzt, denn Anfang April schlüpfen etwa 500 Jungbienen am Tag, Ende April bereits 1.000 Jungbienen. Und alle brauchen Platz, so ist die Zeit der Kirschblüte meist der ideale Zeitpunkt, den Honigraum aufzusetzen. Er rief alle Bienenfreunde auf, Weiden, Kirschbäume, Apfelbäume oder Bergahorn zu pflanzen und auch den Löwenzahn stehen zu lassen als wichtiges Erstfutter für die Bienen.
Vorsitzender Klaus Oberbuchner rief am Ende der Versammlung dazu auf, sich aktiv an den geplanten Aktivitäten wie der Standbegehung bei Karl Huber, dem Jubiläum in Aham, einem Ferienprogramm für Kinder und den Versammlungen zu beteiligen. Denn Honig ist durch nichts zu ersetzen, und die Bestäubungsleistung der Bienen auch nicht, so das übereinstimmende Fazit aller Beteiligten.
Wer sich für das neue Bienenjahr zum Jungimker ausbilden möchte, kann jederzeit einsteigen und mit kostenfreien Kursen im Lehrbienenstand Aham die Theorie erlernen und unter der Patenschaft von Peter Reiss und Klaus Oberbuchner die Praxis. Anmeldungen bei Klaus Oberbuchner unter E-Mail vorstand@bienenzuchtverein-nsv.de oder unter der Telefonnummer 0162/1952584.