Verkehrsberuhigung ja – aber wie?

von Redaktion

Gemeinderat diskutiert unterschiedliche Varianten – Gespräch mit der Polizei soll weiterhelfen

Oberneukirchen – Vor Beginn der Sitzung hatten die Gemeinderäte die Gelegenheit, sich vom Baufortschritt des Kinderhauses zu überzeugen. Laut Bürgermeisterin Anna Meier liegen die Baumaßnahmen einigermaßen im Zeitplan, die Baukosten seien zudem nicht höher als geplant, wenngleich es zahlreiche Nachträge gab. Die Einweihungsfeier ist für Sonntag, 5. Juli, vorgesehen.

Im Sitzungssaal stand primär die Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt an der Kreisstraße MÜ14 im Mittelpunkt. Die bereits in der vergangenen Sitzung vorgeschlagenen Maßnahmen wurden erneut diskutiert: Die Aufstellung eines Blitzers ist aktuell fraglich und eine weitere Klärung notwendig. Das Ortsschild in Richtung Forsting zu verlegen und gegebenenfalls auf Tempo 70 zu begrenzen, stand auch wieder zur Debatte.

Kein Erfolg ohne Blitzer
oder Temporeduzierung

Ein Hindernis hinter dem Ortsschild aufstellen bedarf der Prüfung der Sinnhaftigkeit. Für den Vorschlag „Tempo 30“ läuft zu wenig Verkehr. Eine Verengung der Fahrbahn (Mittelinsel) in Höhe des Feuerwehrgerätehauses hat einen Grunderwerb zur Folge. Die Baukosten müsste die Gemeinde tragen. Eine Schrift auf der Straße mit „50“ wäre möglich.

Die Anbringung von Hindernissen (Pflanztröge) wird kritisch gesehen. Gemeinderat Christian Mayerhofer hält „Tempo 70“ vor der Ortseinfahrt grundsätzlich für sinnvoll, damit Fahrer dort schon ihre Geschwindigkeit verlangsamen. Die Gemeinderäte Josef Harrer und Thomas Rauscher finden „70“ vor dem Ortsschild ebenfalls nicht schlecht. Der Zuhörer und Anlieger Hans Langreiter warf ein: „Nur Blitzen wird helfen, das zeigen die Erfahrungen anderer Gemeinden“.

Gemeinderat Georg Schwarz meinte: „Wenn durch ein Hindernis ein Abbremsen nötig wird, folgt meist anschließendes Beschleunigen.“ Die Räte teilen überwiegend die Ansicht, dass ohne tempo- oder blitzbasierte Maßnahmen kaum ein spürbarer Erfolg zu erzielen sei. Dennoch konnte sich der Gemeinderat bislang nicht für einen Auftrag an die kommunale Verkehrsüberwachung entscheiden. Bürgermeisterin Anna Meier wird dennoch ein Gespräch mit der Polizei führen. Folgende Beschlussvorschläge wurden festgelegt: Die Prüfung der Umsetzung einer 50er- Schrift auf der Straße und der 70er-Regelung von Richtung Forsting kommend. Ebenso die Rücksprache und Zusammenarbeit mit der Polizei bezüglich der Machbarkeit von Radarkontrollen (Zuständigkeit klären) und der Aufstellung von Warnschildern „Vorsicht, Kinder“.

In der vergangenen Sitzung erfolgten weitere Vergaben des Gemeinderates für das Kinderhaus. Die Trockenbaumaßnahmen übernimmt die Firma Zwirglmaier aus Unterneukirchen und die weiteren Schreinerarbeiten werden von der Schreinerei Schmidinger aus Kraiburg ausgeführt.

Außerdem wurde über das Sanierungskonzept der Kläranlage entschieden. Die Firma Horst Eger bekam den Zuschlag, weil die andere Variante nicht tragbar ist. Die erste Rate mit 60 Prozent wird Ende April/Anfang Mai für die Anlieger fällig und der Baubeginn ist für Sommer 2026 geplant.

Gemeinde soll
SOS-Punkte planen

Der Landkreis Mühldorf führt derzeit ein neues Katastrophenschutz-Konzept mit mobilen SOS-Punkten ein, um bei lang anhaltenden Stromausfällen oder Krisen die Bevölkerung zu unterstützen. Diese Punkte dienen als Anlaufstellen für Notfälle, bieten Notstrom, Licht und Hilfe. Die Gemeinden im Landkreis werden aufgerufen, diese SOS-Punkte zu planen. Es finden bereits Übungen statt, um die Strukturen zu testen. Am Feuerwehrhaus in Oberneukirchen wird im Herbst eine Übung stattfinden. Die Broschüren werden bereits verteilt und liegen im Frischemarkt Mayerhofer auf.

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