„Stadtratswahl Waldkraiburg“, vom 10. März:
Es ist das wohlbekannte „alte Lied“: Mit der unglaublich geringen Wahlbeteiligung von 45,1 Prozent ist Waldkraiburg in der Hinsicht wieder der Spitzenreiter, landkreisweit, aber auch bayernweit. Dafür erreichte die AfD, die mit kommunalpolitischen Themen kaum in Erscheinung getreten ist, den Spitzenwert von 22 Prozent, in einigen Wahllokalen um die 50 Prozent und wird mit sieben Stadtratssitzen belohnt. Da haben sich viele Kandidaten anderer Parteien „ins Zeug“ gelegt und in vielen Formen versucht, mit den Bürgern in einen Dialog zu treten. Was hat das außerordentliche Engagement vieler Kandidaten bewirkt, die sich ehrenamtlich, sei es beispielsweise zu den Themen „Waldbad, Stadtpark etc.“ eingebracht haben oder jahrelang im sozialen Bereich in Vereinen und Institutionen sind? Die Frage hat der Wähler auf seine Weise beantwortet. Die Ursache darin dürfte nicht nur am mangelnden Informationsbedürfnis liegen, sondern auch an der Bereitschaft, über die „sozialen Medien“ hinaus, sich mit kommunalpolitischen Themen zu befassen.
Viele Wähler haben offensichtlich mit König Ludwig II. etwas gemeinsam: „Ein ewig Rätsel will ich bleiben mir und anderen“!
Gert Hilger
Waldkraiburg