Batteriespeicher für künftiges Gewerbe

von Redaktion

Aschau bekommt einen Batteriespeicher. Der Gemeinderat gab jetzt grünes Licht für das Projekt. Die Entscheidung ist auch für die Ansiedlung von künftigem Gewerbe in der Gemeinde von Bedeutung.

Aschau – Aschau bekommt einen Energiespeicher. Dafür hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Weichen gestellt. Das Gremium behandelte einen Antrag auf Vorbescheid der Firma „ib vogt Entwicklung Deutschland“ für den Bau des Batteriespeichers in der Industriestraße.

Mehrere Container
für Batteriespeicher

Auf der Fläche sollen mehrere Speichermodule in Containerbauweise errichtet werden, heißt es in den Ausführungen der Verwaltung. Ein Container ist rund sechs Meter lang, 1,5 Meter breit und 2,9 Meter hoch. Darin enthalten seien jeweils Lithium-Ionen-Batteriemodule, ein Batteriemanagementsystem, Wechselrichter, Klimatisierung sowie eine Brandschutztechnik. Zudem sollen Transformationsstationen mit Mittelspannungsabgang gebaut werden. Dadurch könne der Speicher über das vorhandene Umspannwerk in das regionale Hochspannungsnetz eingespeist werden, heißt es. Die Anlage sei mit einer Leistung von 84 Megawatt sowie einer Energiespeicherkapazität von 336 Megawattstunden ausgestattet. Um den Speicher verlaufe ein Zaun. Er verändere aufgrund seiner geringen Höhe das Landschaftsbild nicht, heißt es. Schon im Mai 2025 beriet der Gemeinderat über den Batteriespeicher. Damals gingen die Meinungen für die Anlage auf dem rund 0,7 Hektar großen Areal auseinander. Es war von einer „leblosen Batterie“ auf attraktivem Bauland für neue Unternehmen die Rede. Mit zwei Gegenstimmen wurde der Vorbescheid damals angenommen.

In der jüngsten Sitzung gab es weniger Kritik, lediglich zwei Nachfragen. Klemens Schneider (AWG) wollte wissen, warum der Speicher in einer Y-Form gebaut werde und dadurch „auseinandergerissen“ sei. Bürgermeister Christian Weyrich (CSU) antwortete, dass die Anlage nur in dieser Form errichtet werden dürfe, da sie weder über Bodenleitungen noch unter Hochspannungsleitungen verlaufen dürfe und das auf dem Areal ansonsten der Fall sei.

Umspannwerk
dadurch überlastet?

Johannes Volk (SPD) fragte, ob durch den Anschluss des Batteriespeichers an das Umspannwerk dieses ausgelastet sei und somit keine weiteren Anlagen mehr angeschlossen werden könnten. Weyrich erklärte: „Das ist aktuell nicht zu befürchten.“ Im Laufe des Tages habe der Bürgermeister zudem erfahren, dass auch der Solarpark Rattenkirchen ans Umspannwerk anschließen wolle. Auch damit „ist noch keine Kapazitätsgrenze erkennbar“. Zudem werde dann auch ein Erweiterungstrafo errichtet. „Es bestehen somit auch keine Sorgen für die Ansiedlung von zukünftigem Gewerbe“, sagte Weyrich. Neue Unternehmen können sich laut Weyrich weiter ansiedeln. Der Gemeinderat stimmte mit den Gegenstimmen von Daniela Reingruber (CSU) und Alexandra Kutschera (Bündnis Aschau) für den Antrag.

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