Stichwahl in Töging

von Redaktion

Die beiden Kandidaten Marco Harrer (SPD) und Daniel Blaschke (CSU) stellen sich den Fragen

Töging – Im ersten Wahlgang votierten am Sonntag, 8. März, 37,9 Prozent der Töginger für Marco Harrer (SPD) als Bürgermeister; 37,7 Prozent der Wähler gaben Daniel Blaschke (CSU) ihre Stimme. Die OVB-Heimatzeitungen und innsalzach24.de haben beide Kandidaten getrennt schriftlich zur Stichwahl befragt. Sie hatten die gleichen Fragen und insgesamt für ihre Antworten maximal 2.400 Zeichen Platz.

Wie bewerten Sie mit einer Woche Abstand Ihr Wahlergebnis vom 8. März? Was war am 8. März entscheidend für Ihr Wahlergebnis?

Marco Harrer: Mit einem Wort: überwältigend! Dass ich zum einen als Führender – wenn auch nur mit neun Stimmen Vorsprung – in die Stichwahl gehe, hatten wir so nicht erwartet. Auch bei der Stadtratswahl habe ich die meisten Stimmen aller Kandidaten erhalten und liege deutlich vor meinem Gegenkandidaten. Jetzt gilt: Jede Stimme zählt!

Daniel Blaschke: Ich freue mich sehr über das Vertrauen und die große Unterstützung der Bürger. Das Ergebnis zeigt mir, dass viele Menschen meine Vorstellungen für die Zukunft unserer Stadt teilen. Die Stichwahl war bei drei Kandidaten sehr wahrscheinlich, ist also auch nicht überraschend. Entscheidend war sicherlich, dass ich mich seit vielen Jahren aktiv für Töging einsetze, sowohl beruflich mit meiner Führungserfahrung als auch ehrenamtlich mit vielen Projekten und Veranstaltungen. Viele Bürger wissen, dass ich nicht nur darüber spreche, Dinge zu verändern, sondern sie auch anpacke und umsetze. Diese Mischung aus Erfahrung, Engagement und Nähe zu den Menschen hat sicherlich zu diesem Ergebnis beigetragen.

Auf was kommt es an, damit Sie am 22. März gewählt werden? Welche Themen sind jetzt entscheidend?

Harrer: Wir wollen die Töginger jetzt nicht noch mal mit Veranstaltungen und Plakaten überladen. An der Materialschlacht anderer, die nochmals neu plakatieren, beteiligen wir uns nicht. Wir werden mit einem Infostand vor Ort sein am Samstag, 21. März, bei der NORMA, von 10 Uhr bis 12 Uhr. Ein Flyer wird noch verteilt.

Was die Themen angeht: Ich habe das vor dem ersten Wahlgang bereits dargelegt. Die Industriestraße, die Wirtschaftsförderung, aber auch die Förderung der Vereine, der Jugend und der Senioren sind wichtige Punkte für mich als Bürgermeister – da kann Töging mehr! Beim Kindergarten mit den Übergangscontainern muss schnellstmöglich etwas passieren. Der Sportpark, die Wasserversorgung und die Gestaltung des Rathausplatzes sind Projekte, die angegangen werden müssen. Es steht viel an!

Blaschke: Jetzt geht es darum, weiterhin mit den Bürgern im Gespräch zu bleiben und zu zeigen, dass es mir um eine sachliche und konstruktive Weiterentwicklung unserer Stadt geht. Entscheidend sind Themen, die viele Menschen direkt betreffen, wie eine sichere Trinkwasserversorgung, eine gute Infrastruktur, bezahlbares Wohnen, starke Vereine und ein lebendiges Miteinander in unserer Stadt. Ebenso wichtig sind gute Rahmenbedingungen für Familien, Kinder und Jugendliche sowie eine solide Finanzpolitik. Mir ist wichtig, dass Töging sich weiter positiv entwickelt, bodenständig, verantwortungsvoll und mit klaren Perspektiven für die Zukunft.

Warum sollten sich die Wähler am 22. März für Sie entscheiden?

Harrer: Ich möchte ein Bürgermeister für alle Töginger sein. Ich möchte für die Menschen in unserer Stadt da sein. Meine Türe im Rathaus steht immer offen. Nur gemeinsam werden wir die Herausforderungen der Zukunft bewältigen. Ich möchte Töging gestalten, nicht nur verwalten! Ich werde nicht das Blaue vom Himmel versprechen, aber mein Versprechen ist: Ich nehme die Anliegen, die Probleme, die Ideen der Töginger ernst, ich werde mich für euch einsetzen. Die Wertschätzung für Vereine, Jugend, Familien und Senioren deutlich zum Ausdruck bringen. Wie ich schon auf Veranstaltungen sagte: Es reicht nicht, am Jahresende einen Scheck zu überreichen. Echte Wertschätzung sieht anders aus! Töging kann mehr – lasst uns dies gemeinsam zeigen, mit mir als Bürgermeister!

Blaschke: Ich bringe sowohl berufliche Führungserfahrung als auch langjähriges ehrenamtliches Engagement für unsere Stadt mit. Ich bin für ein Team von rund 60 Mitarbeitern verantwortlich und vertrete als Personalrat die Interessen von rund 1.600 Beschäftigten. Gleichzeitig habe ich mich in Töging immer aktiv eingebracht. Seit fast 40 Jahren bin ich aktives Mitglied der Wasserwacht und hier als Zweiter Vorsitzender und Einsatzleiter aktiv. Ich organisiere das Piratenfest im Freibad, rekrutiere die Fieranten beim Herbstmarkt, habe die Veranstaltungsreihe „Gesund in Töging“ ins Leben gerufen und die Jugendveranstaltung „Töging wills wissen“ organisiert sowie auch Vereine wie den „Helfer vor Ort“ und den Förderverein Regenbogengrundschule gegründet. Ich kenne unsere Stadt, die Menschen und die Themen sehr gut und weiß, wie man Projekte voranbringt und gemeinsam Lösungen findet. Mir geht es darum, Verantwortung zu übernehmen und Töging gemeinsam mit den Bürgern weiterzuentwickeln.

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