Tod eines Familienvaters

von Redaktion

Andi Wessarges aus Zangberg stirbt mit 44 Jahren völlig überraschend an einer Sepsis

Zangberg – Ein tragisches Schicksal hat Andi Wessarges aus Zangberg aus dem Leben gerissen. Zurück bleiben seine Frau Christin und die gemeinsamen Kinder. Freunde haben nun eine Spendenaktion für die Familie gestartet.

Für Familie und Freunde war es ein Schock. Am 21. Februar starb André Wessarges, den alle nur „Andi“ nannten, plötzlich. Der Zangberger wurde nur 44 Jahre alt, hinterlässt seine Frau Christin und zwei Kinder (neun und sechs Jahre alt). „Noch wenige Tage zuvor stand er mitten im Leben – als liebevoller Vater, Ehemann, Unternehmer und Freund“, erklärt Christine Windorfer, eine Freundin der Familie, am Telefon.

Sepsis und
Multiorganversagen

Andi Wessarges sei in Folge einer aggressiven Sepsis gestorben, sagt Windorfer. Nur wenige Wochen vor seinem Tod sei der 44-Jährige auf glattem Untergrund ausgerutscht und habe sich den Arm gebrochen. Über die Faschingsferien seien er und seine Frau dann bei den Schwiegereltern nahe Kassel gewesen, als sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechtert habe. Aufgrund starker Halsschmerzen sei der 44-Jährige zum ärztlichen Bereitschaftsdienst gegangen. Dieser habe eine Mandelentzündung diagnostiziert und ihn wieder nach Hause geschickt.

„Nur kurze Zeit später musste seine Frau in der Nacht den Notarzt rufen“, berichtet Windorfer. „Trotz intensiver Behandlung auf der Intensivstation und mehrerer Wiederbelebungsversuche führte die Sepsis jedoch zu einem Multiorganversagen“, so die Freundin der Familie. Andi Wessarges starb.

Die Familie erlitt dadurch einen „tragischen Schicksalsschlag“, der sie „völlig unerwartet aus dem Leben gerissen“ habe, erklärt Windorfer.

Erst im Sommer hätten sich die Wessarges ein Wohnmobil gekauft, um auch mal raus- und in der Welt herumzukommen. „Besonders für die Kinder“ hätten so schöne Urlaube stattfinden sollen, sagt die Zangbergerin.

Dass Andi Wessarges nun nicht mehr da ist, ist ein „totaler Schock für uns alle“, sagt Windorfer. Sie und Christin Wessarges hätten sich vor etwa sieben Jahren im Geburtsvorbereitungskurs kennengelernt und sich angefreundet. Zuvor sei die Familie Wessarges aus München nach Zangberg gezogen. Auch die beiden Ehemänner der Frauen hätten sich gut verstanden, erzählt Windorfer.

Sie und weitere Freunde würden nun versuchen, die Hinterbliebenen so gut es gehe zu unterstützen und füreinander da zu sein. „Die Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft im Dorf ist groß“, sagt sie. Um der Familie auch finanziell den Rücken freizuhalten, haben sie und Dominika Lenczyk eine Spendenaktion auf der Website gofundme ins Leben gerufen.

Spenden werden
gesammelt

Lenczyk schreibt darin: „Die Spenden sollen Christin und den beiden Kindern ermöglichen, sich in dieser unvorstellbar schweren Phase auf das Wichtigste zu konzentrieren: Gegenseitige Nähe, emotionale Unterstützung und die ersten vorsichtigen Schritte in ein Leben, das vollkommen anders geworden ist.“

So könne Zeit für Trauer stattfinden und auch ein wenig Ruhe bei der Familie einkehren.

Schon innerhalb einer Woche wurde das Spendenziel fast erreicht. „Danke an die unglaublich große Unterstützung bisher! Wir können es kaum in Worte fassen, wie überwältigt wir von der großen Hilfsbereitschaft sind“, schreibt Lenczyk. Dennoch: Für die Familie und Angehörigen werde die schwierige Zeit noch länger andauern, vermutet Windorfer.

Hinweis zu „gofundme“

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