Berta Greulich hält zwei Familien ordentlich auf Trab

von Redaktion

Premiere bei der Stoabacher Laienbühne mit dem Lustspiel „Der ledige Bauplatz“

Aschau – Eine gelungene Premiere brachte die Stoabacher Laienbühne mit dem Lustspiel „Der ledige Bauplatz“ auf die Bühne. In der gut besuchten Aschauer Gemeindehalle beklatschten die amüsierten Zuschauer, gelungene Szenen genauso begeistert wie alle drei von Regina Roesch geschriebenen Akte.

Theaterleiterin Birgit Neumeier hat die verschiedenen Charaktere treffend besetzt und zusammen mit Thomas Winterer in der Regie kitzelten sie das Beste aus den Darstellern heraus.

Laut dem Testament ihres Vaters hat Berta Greulich bei ihren Schwestern das kostenlose Wohnrecht, solange sie nicht verheiratet ist. Das nutzt Berta genüsslich mit Bier, Schnaps und Zigarren aus. Von der Körperpflege hält sie genauso wenig wie von der Arbeit. Gestenreich verkörperte Sophia Wolf die Rolle der heruntergekommenen Berta genauso glaubhaft wie deren Verwandlung. Ihren Schwestern Karola Hufnagel (Gabi Reiter) und Mathilde Koch (Hildegard Wimmer) ist die Situation ein Dorn im Auge.

Deren Ehemänner Karl-Otto (Werner Koziol) und Hugo (Michael Schranner) prügeln sich jedes Jahr, wer im nächsten Jahr Berta beherbergt. Auch Kurt (Tobias Hopf), der Sohn von Karola und Karl-Otto, ist mit seiner Ehefrau Irmi (Sophia Schneider) frustriert, da sie nur eine kleine Kammer haben, während Berta in der großen Stube wohnt.

Die Gemütszustände in den Familien und auch die Emotionen der einzelnen Personen meisterten die Spieler in jeder Szene. Eine Heirat Bertas könnte das Problem lösen. Postwendend geben die Familien eine Heiratsanzeige auf, in der sie einen Bauplatz als Beigabe anführen. Auf der Suche nach einem Zimmer für seine Zeit als Aushilfspfarrer, gerät Ludwig König in eine Verwicklung der Situation. Als „König Ludwig“, wie er gerne selbst sagt, füllte Michael Matzka die Rolle überzeugend aus. Der Interessent Helmut Birnstengel war zuerst beim Anblick von Berta geschockt, wagte aber wegen Mangels eines alternativen Bauplatzes einen zweiten Anlauf.

Routiniert setzte Florian Asanger die Rolle in ihren Facetten um. Als dann der Nachbar Franz Scharf mit der Nachricht „Öl, Öl, es sprudelt Öl“ reinplatzte, war alles auf den Kopf gestellt. Die Verwandlung vom unsicheren Nachbarn zum Öl-Scheich verkörperte Mathias Bruckeder überzeugend. Keinen geringeren Anteil zum Gelingen des Stückes hatten Gabi Reiter, Erwin Schnetzer, Pasqual Löbel und Monika Höpfinger, die für die Maske, das Bühnenbild, die Bühnentechnik und unbemerktes Soufflieren sorgten. Wer sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen möchte, kann für die Aufführungen am heutigen Freitag um 20 Uhr und Samstag, 21. März, um 18 Uhr bei Hans Asanger unter Telefon 08638/67680 Karten reservieren oder an der Abendkasse erwerben. kir

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