Mühldorf – Der Kastler Künstler Gernot Sorgner hatte zur Vernissage seiner Ausstellung „Meine Bilder“ in den Haberkasten geladen – und viele waren gekommen. Annelies Brandstätter-Arnold begleitete die Veranstaltung auf ihrer Harfe und sorgte für wunderschöne Musik. Dr. Reinhard Wanka meinte zur Begrüßung: „Gernot Sorgner ist hier im Landkreis kein Unbekannter. Schon immer wollte er Schülern Kunst als kreativen Bestandteil des Lebens näherbringen. Auch während der Corona-Zeit war er kreativ. In der erzwungenen Abgeschnittenheit ergab sich für ihn eine intensive Schaffenszeit“.
Sorgners dritte Ausstellung im Haberkasten
Die Ausstellung trägt den Titel „Meine Bilder“. Gernot Sorgner stellt schon zum dritten Mal im Haberkasten aus. 86 Exponate sind zu sehen. Die Ideen dazu hat er eingefangen auf seinen Reisen oder in seiner Umgebung. Es sind beispielsweise Traumbilder dabei, aber auch Stadtbilder und viele Motive mehr. Die Laudatio übernahm Stefan Angstl, Dritter Bürgermeister der Stadt Burghausen und Vorsitzender des dortigen Kunstvereins „Die Burg“. Er führte unter anderem aus: „Vor Ausstellungen fiebern Künstler – Gernot Sorgner nicht. Er ist ein ‚Ausstellungskünstler‘ und hängt seine Bilder gerade auf. Seine Umgebung – und auch sich selbst – beobachtet er genau, mit verschiedenen Blickwinkeln, er nimmt alles auf, stellt das Draußen in den Saal. Er sieht sich, sieht aber auch seine Frau Dagmar als Künstlerin. Kunst ist für ihn das Aufnehmen von Kultur, er ist ein Kulturschaffender. Auch die Natur und die Musik sind für Künstler wie Gernot Sorgner wichtig. Sein Thema ist: ‚Wie bewegt Kunst die Menschen?‘ Gernot Sorgner ist immer am Gestalten. Gefällt ihm etwas nicht, wird es nochmals neu, andersfarbig, besser gemacht. Seine Techniken sind Hinterglasmalerei und Aquarell, er arbeitet mit Acryl, Spachtel, Tusche oder Kalk- oder Kaseinfarben. Ein Bild, das besonders gut zur heutigen Zeit passt, möchte ich an den Schluss meiner Ausführungen stellen: ‚Eine positive Nachricht für die Altstadt‘. Wir leben in einer Zeit, in der man in Deutschland sagt‚ es klappt nichts mehr‘ oder ‚alles geht den Bach runter‘. Wir sollten uns aber auch freuen können und daran glauben, dass es wieder aufwärts geht. Dafür steht auch Gernot Sorgner – er jammert nicht, macht sein Ding, ist konstruktiv.“ Am Ende griff Gernot Sorgner noch selbst zum Mikrofon: „Sehen Sie, sprechen Sie, fragen Sie!“ Die Ausstellung im Haberkasten ist noch bis 29. März immer freitags, samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Dabei ist Gernot Sorgner persönlich anwesend. Selbstverständlich kann man ein Bild auch käuflich erwerben. hra