Ein neues Konzept fürs alte Lagerhaus

von Redaktion

Nachdem die Raiffeisenbank in Neumarkt-St. Veit ein Zentrallagerhaus gebaut hat, wurden zwei alte Standorte stillgelegt. Für das leer stehende Gebäude in Niederbergkirchen gibt es nun Pläne für eine Wohnbebauung mit Gewerbeeinheiten, wie die Bank bestätigt.

Neumarkt-St. Veit – Der große Tag fand vor fast genau zwei Jahren statt. Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger war persönlich nach Neumarkt-St. Veit gekommen, um das Zentrallagerhaus der Raiffeisenbank bei Hundham zu eröffnen. Modern sollte es sein und zentral im Norden des Landkreises liegen. Die beiden bestehenden Häuser in Niederbergkirchen und Neumarkt-St. Veit waren in die Jahre gekommen.

Pferdemüsli im
alten Lagerhaus

Nach einem Sturmschaden und einem Brand hatte die Raiffeisenbank das Lagerhaus in Niederbergkirchen bereits im August 2020 geschlossen. Das Lagerhaus in der Bahnhofstraße in Neumarkt-St. Veit wurde obsolet, nachdem vor zwei Jahren der neue Standort seiner Bestimmung übergeben worden war. „Unser ehemaliges Lagerhaus in Neumarkt-St. Veit wurde bereits mit dem Umzug in unser neues Gebäude im Jahr 2024 veräußert“, informiert dazu Helmut Vilsmaier, Vorstand der Raiffeisenbank Neumarkt-St. Veit-Reischach. „Ein regional ansässiger Hersteller von Pferdemüsli nutzt seitdem die vorhandene Technik und die Lagermöglichkeiten für seine Produktion.“

Noch keine Neuigkeiten gebe es allerdings zur weiteren Nutzung des Lagerhauses in Niederbergkirchen. Nachdem bekannt geworden war, dass der Dorfladen der Familie Obermeier aus Penning schließt, stand die Frage im Raum, ob es Alternativen zur Grundversorgung in der Gemeinde gibt. Niederbergkirchens Bürgermeister Werner Biedermann hatte auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen und von innsalzach24.de erklärt, dass man die Überlegung ins Feld führen könnte, einen Laden – ähnlich dem am Standort in Hundham – in das leer stehende Raiffeisenlagerhaus in Niederbergkirchen zu integrieren.

Tatsächlich gibt es auch schon Ideen für diesen Standort, wie dazu Vilsmaier erklärt. Für Niederbergkirchen habe die Raiffeisenbank ein Architekturbüro mit der Planung beauftragt. Er bestätigt auch, dass die Bank im Vorfeld dazu bereits mit dem Bürgermeister und den Gemeinderäten in Kontakt getreten war, „um eine sinnvolle und bedarfsgerechte Nutzung zu entwickeln“. Die ersten Entwürfe sehen laut Vilsmaier eine Wohnbebauung mit Gewerbeeinheiten vor. „Eine dieser Einheiten möchten wir künftig für unsere Bankfiliale nutzen, weitere Nutzungen sind noch offen.“ Ein zeitliches Fenster für eine mögliche Umsetzung der Planungen lässt er offen.

Die Schließung des Dorfladens der Firma Obermeier habe auch die Raiffeisenbank zur Kenntnis genommen. „Aufgrund der Nähe zu unserem Lagerhaus in Neumarkt-St. Veit – inklusive Markt und regionalem Sortiment – planen wir jedoch kein zusätzliches Warenangebot in Niederbergkirchen.“ Das bestehende Filialnetz sei gut aufgestellt, „und wir sehen aktuell keinen Bedarf für strukturelle Veränderungen“.

Gute Nachrichten
zum Verbleib der Filiale

Die Unternehmens-Strategie, auch in kleineren Gemeinden eine Bankzweigstelle zur Versorgung und Beratung der Bürger vorzuhalten, gelte also auch weiterhin für Niederbergkirchen. „Die Filiale wird von unseren Kunden gut angenommen und ist im Ort fest verankert.“

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