Töging – Die Feuerwehr hat aktuell 945 Mitglieder und Unterstützer. Das berichtete der Vorsitzende Hermann Wagner bei der Jahresversammlung in der Kantine. In seinem Bericht blickte der Vorsitzende auf ereignisreiches Jahr zurück. Er nannte unter anderem das alle drei Jahre stattfindende Aufstellen des Maibaums zusammen mit dem Trachtenverein, das 50-jährige Jubiläum des Weinfestes, die Wiederbelebung des Schafkopfturniers und das „Rettungszentrum-Oktoberfest“, das man zusammen mit Wasserwacht und Helfern vor Ort organisierte.
Außerdem beteiligten sich die Töginger an diversen Feuerwehrjubiläen, den Stadtmeisterschaften Luftgewehr und Stockschießen. Darüber hinaus beteiligte man sich an der Spendenaktion für einen Kameraden aus Erharting und sammelte auch Spenden für die Familie eines eigenen Kameraden.
Zum ersten Mal meldete man der Stadt mit dem langjährigen Schriftführer Willi Duschl auch ein verdientes Mitglied der Feuerwehrfamilie für die Vereinsehrung.
Feuerwehrverein investiert
67.000 Euro aus Rücklagen
Wagner wies darauf hin, dass der Feuerwehrverein 2025 67.000 Euro aus seinen Rücklagen locker machte, um unter anderem einen neuen Gerätewagen (fast 60.000 Euro), eine digitale Tafel (5.300 Euro) und eine „Ameise“ (13.500 Euro) fürs Rettungszentrum, einen Überdrucklüfter (knapp 4.000 Euro) und Kleidung für mehr als 8.000 Euro zu besorgen. „Somit konnte der Feuerwehrverein unseren Geldgeber, die Stadt Töging, etwas entlasten“, merkte der Vorsitzende an.
Auch Kommandant Markus Rietschl wartete in seinem Bericht mit beeindruckenden Zahlen auf: Dank vier neuer Jungfeuerwehrler zählt die Töginger Wehr nun 94 Mitglieder gesamt, darunter 70 Aktive. Diese wurden im vergangenen Jahr zu 124 Einsätzen gerufen. Bei den 1.724 Einsatzstunden wurden 29 Personen gerettet, davon fünf mit der Drehleiter. 41 Personen wurden durch die Feuerwehr betreut, 19 medizinisch erstversorgt. Zwei Personen konnte nicht mehr geholfen werden.
Bei den Einsätzen handelte es sich in 30 Fällen um Brände, 73-mal wurde technische Hilfe geleistet, sechsmal waren ABC-Gefahrstoffe beteiligt und 15-mal sonstige Hilfeleistungen. 95 Einsätze waren im Stadtgebiet, achtmal kam man im Landkreis Mühldorf zur Hilfe, viermal im Landkreis Altötting und 17-mal auf der A94. „Nach erfolgter Ausschreibung haben wir das neue Tanklöschfahrzeug nun offiziell bestellt“, erklärte der Kommandant, der auch auf die Beschaffung eines zwei Jahre alten Iveco-Gerätewagens durch den Feuerwehrverein hinwies, um den 28 Jahre alten Mercedes zu ersetzen.
Im Bereich der Ausbildung fanden 43 Übungsabende in Gruppen- oder Zugstärke, eine Großübung und 26 Jugendübungen statt.
Fünfmal übten darüber hinaus die Maschinisten, dreimal berieten sich die Löschmeister, es gab fünf Brandschutzerziehungen, ein Wissenstest fand für die Jugend statt und eine Leistungsprüfung im Bereich der technischen Hilfeleistungen.
Insgesamt kamen zu den Einsätzen also noch 4.622 Stunden an Aus- und Fortbildungen. Ganz abgesehen von Lehrgängen an den Landkreisausbildungsstellen, den staatlichen Feuerwehrschulen und sonstigen Ausbildungen, wie beispielsweise dem Umgang mit Flüssiggas, Wärmebildkameras oder der Brandbekämpfung in Tiefgaragen.
Vier neue Mitglieder bei
der Jugendfeuerwehr
Erfreulich war auch der Bericht von Jugendwart Michael Burg, der im vergangenen Jahr vier neue Mitglieder in der Jugendgruppe begrüßen konnte, die nun also fünf Mädchen und 19 Jungs umfasst. Neben den im zweiwöchentlichen Rhythmus stattfindenden Übungen war die Jungmannschaft beispielsweise beim Maibaumaufstellen und am Weinfest sowie dem Töginger Herbstmarkt aktiv, pflanzte einen Baum am Toerringhof und absolvierte einen Wissenstest. Der Jugendwart wies auch darauf hin, dass Gerhard Bichlmaier zum „Jugend-Opa“ ernannt wurde, weil er immer für die Jungmannschaft da ist. Bei der Jahresversammlung wurden nicht nur etwa zwei Dutzend Kameraden befördert, sondern es gab auch zahlreichen Ehrungen. So wurde beispielsweise der scheidende Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst für seine immer gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr geehrt, ebenso, wie Sepp Stahlhofer von der Wehr aus Perach, der seit 50 Jahren selbige bei jeder Hauptversammlung der Töginger vertrat. Vincenzo Bucci betonte den Stellenwert der mehr als 6.400 von den Töginger Feuerwehrlern geleisteten Ehrenamtsstunden: „Wir brauchen Leute wie euch. Macht weiter so!“, so der Kreisbrandrat.