Mettenheim – Mit einer besonderen Ausstellung wurde im Rathaus Mettenheim eine berührende Bilderausstellung eröffnet. Unter dem Titel „Malen mit Demenz“ präsentieren Künstler aus der Tagespflege des „Stifter Platzerl“ in Mettenheim ihre Werke – entstanden trotz oder gerade im Umgang mit der Erkrankung Demenz.
Zahlreiche Besucher waren zur Eröffnung gekommen, um die farbenfrohen und ausdrucksstarken Bilder zu betrachten. Die Werke zeigen eindrucksvoll, wie Kreativität auch dann ihren Weg findet, wenn Erinnerungen langsam verblassen. Formen, Farben und persönliche Eindrücke spiegeln die individuellen Perspektiven der Künstler wider und geben einen sehr persönlichen Einblick in ihre Gefühlswelt.
Im Beisein der Bezirksrätin Claudia Hausberger und den beiden Geschäftsführern der Adalbert Stifter SeniorenWohnen, Hubert Forster und Stefan Weinfurtner, ließ es Bürgermeister Josef Eisner nicht nehmen, die Ausstellung persönlich zu eröffnen. In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung von Kunst als Ausdrucksform und als Möglichkeit zur Teilhabe: „Diese Bilder zeigen, wie viel Ausdruckskraft und Persönlichkeit in jedem Menschen steckt. Kunst kann Brücken bauen – gerade dann, wenn Worte manchmal fehlen.“
Vertreter der betreuenden Einrichtung vom Stifter Platzerl begleiteten die Veranstaltung ebenfalls und würdigten das Engagement der Teilnehmer. Sie erklärten, dass kreative Angebote für Menschen mit Demenz eine wichtige Rolle spielen: Malen, Gestalten und gemeinsames Arbeiten fördern nicht nur die motorischen Fähigkeiten, sondern stärken auch Selbstvertrauen und Lebensfreude.
Besonders im Mittelpunkt der Eröffnungsfeier standen die Künstler selbst. So präsentierten sie stolz ihre Werke und kamen mit Gästen ins Gespräch. Viele Besucher zeigten sich beeindruckt von der Intensität der Bilder und der Offenheit, mit der die Künstler ihre Arbeiten vorstellten.
Die Ausstellung ist im Rathaus Mettenheim während der Öffnungszeiten zu sehen. Sie lädt dazu ein, Kunst aus einer besonderen Perspektive zu erleben und gleichzeitig ein wichtiges Zeichen für Wertschätzung, Inklusion und Menschlichkeit zu setzen.“