Nachruf

von Redaktion

Engelsberg – Eine große Trauergemeinde nahm in der Pfarrkirche Abschied von einem beliebten Mitbürger: Alois Reindl, der im Alter von 84 Jahren nach kurzer Krankheit verstorben ist. Den Trauergottesdienst zelebrierte Pfarrer Hans Speckbacher, musikalisch gestaltet vom Kirchenchor. Seine letzte Ruhestätte fand Alois Reindl im Familiengrab.

Am 7. Mai 1941 erblickte Alois Reindl in Schmidseidl, Gemeinde Eiting, jetzt Engelsberg, das Licht der Welt. Als Jüngstes von drei Kindern wuchs er dort auf. Nach dem Schulbesuch in Engelsberg arbeitete er auf dem elterlichen Hof mit. Als er 16 Jahre alt war, starb sein Vater, sodass er mit seiner Mutter und seinen Schwestern den Hof bewirtschaften musste. 1975 übernahm er den Schmidseidl-Hof. 1973 heiratete Alois Reindl Georgia Giel aus Wartmoning; mit ihr gründete er eine Familie und den Söhnen Alois und Markus war er stets ein guter Vater und seiner Enkelin Magdalena ein liebevoller Opa. Gemeinsam mit seiner Frau bewirtschaftete er den Schmidseidl-Hof, nebenbei war er als Maurer tätig. Bereits vor über 30 Jahren haben sich die beiden Reindls entschlossen, die Milchtierhaltung aufzugeben, die Felder wurden verpachtet und Alois Reindl fand eine Arbeit beim nahegelegenen Unternehmen Alin-Plast. Später war er bis zu seiner Rente als Maurer tätig.

Nachdem der Kiesabbau bei Bennoberg beschlossen war, wurde der Hof, mitsamt Stallungen und Wohnhaus abgerissen und auf der gegenüberliegenden Seite der Straße wieder neu aufgebaut. Es fiel ihm ziemlich schwer, diese Entscheidung zu treffen, jedoch akzeptierte er es, und das neu entstandene Anwesen mitsamt schmuckem Wohnhaus machte ihn stolz.

Nach seinem aktiven Arbeitsleben suchte er sich Hobbys. Leidenschaftlich gerne ging er in den Wald zum Holzmachen, im Winter war nun Zeit zum Skifahren und gerne machte er Reisen, wie Tagesausflüge mit seiner Frau oder auch größere Reisen, wie Amerika oder London mit seinem Schwager und dessen Frau. In den vergangenen Jahren hat er sich sehr für die Gartenarbeit interessiert. Im Januar wurde eine schwere Krankheit festgestellt. Er war deshalb aber nicht verzagt, er nahm es hin. Sein Wunsch, zu Hause zu sterben, wurde ihm von seiner Frau Georgia erfüllt, sie umsorgte und pflegte ihn, bis er starb. gg

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