Schwindegg – Zum Workshop „Robotik“, den die Bücherei im Rahmen ihrer 25-Jahr-Feier veranstaltete, kamen Jungen und Mädchen gleichermaßen ins Bürgerhaus. Das BayernLab, eine Initiative der bayerischen Staatsregierung, um digitale Innovationen für Jung und Alt zu erklären, gab den Kindern die Möglichkeit, vor Ort im Lego-SpikePrime-Programm einen Roboter zu programmieren.
Zum Einstieg interviewte Ingrid Schmidt, die Leiterin des Workshops vom BayernLab, die Kinder zum Thema „Digitalisierung“. Kinder ab zehn Jahren nahmen an dem Kurs teil und sie wussten bereits recht gut über Grundbegriffe Bescheid. Einige hatten Robotik-Bausätze zu Hause, ein Mädchen war im Robotik-Kurs in der Schule, insgesamt hatten vier bereits Programmiererfahrung.
Ingrid Schmidt erklärte die vielfältigen Einsatzbereiche für Roboter im Alltag: als Mähroboter, in der Autoindustrie, in der Medizin, als Haushaltshilfe oder als humanoide Roboter. „Roboter ersetzen menschliche Handlungen“, erläuterte Schmidt.
Vor den zehn teilnehmenden Kindern standen Kisten mit Legoteilen und dazu ein Tablet. Die Kisten durften geöffnet und das Tablet eingeschaltet werden. In den Kisten waren übersichtlich die Teile sortiert und ein „Brick“ mit der Programmspeicherung enthalten. Mit einem geführten Programm auf dem Tablet und einer Bauanleitung in Papier – so, wie es von Legobausätzen bekannt ist – konnten die jungen Teilnehmer Schritt für Schritt den Basisbausatz zusammensetzen und der Programmierung auf dem Tablet folgen. Hochkonzentriert waren sie bei der Sache, tippten mit dem Finger die Teile an, suchten das passende heraus, achteten darauf, wie sie das Teil hielten und wo die Anschlüsse hin mussten. Viel Erklärung brauchte es nicht. Das System Lego war bekannt und darauf wurde aufgebaut. Die Kinder hatten es schnell begriffen. Flink waren die ersten Roboter zusammengebaut und in Gang gesetzt und krabbelten und klapperten auf dem Boden. Strahlende Gesichter waren die Folge, und für ein Hüpferrennen wurden alle Roboter in einer Linie aufgereiht. Ein spannendes Rennen begann.
Danach durfte das neu erworbene Wissen angewandt und in freier Gestaltung programmiert werden. Die kleinen Roboter bekamen Räder und sausten mit ihrem Fahrgestell hin und her. Mancher konnte sogar einen Purzelbaum schlagen. Auf dem Boden sitzend wurden die Teile ausprobiert und optimiert.
Lachen war zu hören und das Klacken der Räder auf dem Boden. Neugierig, aufmerksam und stolz auf ihre Erfolge traten die Kinder zum letzten Rennen an. Danach wurde aufgeräumt und die Teile sorgsam wieder einsortiert, damit auch andere Kinder beim Programmierspaß mitmachen können.