Erfolgreicher Einstand der zwei Neuen

von Redaktion

„Bruada Gadeus“ (Stefan Hahn) und „Bruada Chemikus“ (Christian Weindl) überzeugen beim Starkbierfest

Oberneukirchen – Ein vollbesetzter Saal und zwei neue Fastenredner „Bruada Gadeus“ (Stefan Hahn) und „Bruada Chemikus“ (Christian Weindl), die überzeugten. Dazu süffiges Starkbier und gutes Essen untermalt mit zünftiger Musi vom Lanzinger Bäda und den Grill Korbi. Das 16. Oberneukirchner Starkbierfest erfüllte alle Vorgaben.

Die beiden neuen Fastenprediger hatten kein leichtes Erbe angetreten. Mussten sie doch in die Fußstapfen des langjährigen Fastenpredigers „Bruada Geier“ (Wolfgang Gehringer) treten. Aber gleich bei ihrem ersten Auftritt meisterten sie die Aufgabe mit ihren abwechselnden Vorträgen mit Bravour.

Zuerst widmeten sich die beiden Fastenprediger ihrem Vorgänger „Bruada Geier“ und stellten fest: „Üba jedn hod er wos zum vazoin, und er duad de Gschichtn ganz genau auswoin. Aba oan hods doch nia dawischd, weil über sich soim hod er nia a Gschicht auftischt.“ Aber letztes Jahr hat der Hobbygärtner Wolfgang einen ganz besonderen Dünger mit getrockneten „Alpaka-Kacka-Kugeln“ produziert und dabei zum Zerkleinern den Thermomix seiner Ehefrau Anita verwendet. Seitdem gibt es im Hause Geier einen alten und einen neuen Thermomix. Das Derblecken ging dann gleich in der Nachbarschaft vom Geier weiter. Im Garten der Bürgermeisterin Anna Meier tummeln sich ja mittlerweile 40.000 Kleinvieheinheiten. Die kleinen Tiere, auch Bienen genannt, füllen den Geldbeutel der Bürgermeisterin scheinbar recht gut auf, denn: „Gewinnmaximierung steht dabei an erster Stelle, gfuadad wean de Viecha ned nur auf der eigenen Grundstücksparzelle. Bei de Nachbarn gibt’s für Annerl ihre Viecha gnua zum Fressn.“ Dann geht es schon leicht, dass die Hausfassade einen neuen Anstrich bekommt und auch die alten Fensterbretter gegen neue Brettl aus Mamor ausgetauscht werden. Auch der Holzmannwirt bekam sein Fett ab. Der „Paul“ ist mit den jungen Burschen nach dem Sonntagsfrühschoppen zum Kronberger zum Geburtstag feiern mitgefahren: „Dass des ganze a Pool-Party is hod eam davoa aba koana gsogd, Und er desweng koa Bodhosn drogt. Und weil da Paul sunsd so modebewusst is, is des a bisse a Gschies. Damit er dann a zum Bodn geh ko, ziag er dann de Bodhosn vom Lenz (Lorenz Kronberger) o.“

Bei der Fahnenweihe der Feuerwehr in Grünthal hat der Schützenmeister unter der Kirche im Zelt so einen Durst bekommen, dass er sich aus dem Zelt geschlichen hat und geschaut hat, ob er draußen eine Halbe Bier findet. Da ist ihm die Silvia Fürstenberger vom Patenverein aus Taufkirchen untergekommen: „Gott sei Dank hod sie an Schnaps an Auto dabei, und schenkt an Stefan glei a Stamperl ei. Ja Patenvereine hoifan se hoid, und guad wenn ma im Auto an Schnapsvorrat hoit.“

Die Fastenprediger erzählten noch unterschiedliche lustige und komische Begebenheiten wie die zeitige Bierlieferung beim Gege (Emehrer Georg jun.) an die falsche Adresse, das Absperren der Straße von den Oberneukirchner Feuerwehrmännern (Hans Sedl-maier und dem Schützenmeister) beim Fest in Polling, wo sie einer Festgottesdienstbesucherin den Besuch erschweren, von dem jungen Bären-Talent (Martin Patzek), der bei der Weihnachtsfeier beim Wirt im Klo einschlief und dann beim Fenster aussteigen musste, von der misslungenen Schiedsrichter-Karriere vom „Engossna“ und „Patzek“ beim Fußballturnier vom Kreisfeuerwehrverband und von dem Kranzlstrauß der eigentlich der Brautstrauß war.

Zum Schluss derbleckten sich die beiden Fastenprediger noch gegenseitig.

Langanhaltender Applaus war der Lohn für die hervorragende und humorvoll vorgetragene Fastenpredigt.

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