Egglkofen – Über ein volles Haus konnten sich die Hofmarkmusikanten bei ihrem Starkbierfest in der Arthur-Loichinger-Halle, das Anton Zellner zufolge mittlerweile bereits zum 26. Mal stattfand, freuen. Damit alle 30 Musikanten Platz fanden, musste das Podium sogar vergrößert werden.
Geleitet von Dirigent Georg Maier legten die Musikanten gleich mit schmissiger Musik los und es kam schnell prächtige Stimmung auf. Vom Amtsgericht-Landler bis hin zur Polka und dem Lieblingslied der Egglkofner, „Dem Land Tirol die Treue halten“, bei dem inbrünstig mitgesungen wurde, war das musikalische Repertoire vielfältig.
Natürlich durfte auch das „Prosit auf die Gemütlichkeit“ nicht fehlen, denn das süffige Hohenthanner Festbier, aber auch nichtalkoholische Getränke, flossen in Strömen. Die Familienangehörigen der Musiker und der Burschenverein sorgten für die Bewirtung und das Küchenteam servierte dazu schmackhafte bayerische Brotzeiten.
Lukas Schönstetter und Michaela Steinberger führten durch den Abend. Statt eines Auftritts von Bruder Christianus war heuer eine Litanei angesagt, die von Lenz Priglmeier mit seiner Diatonischen begleitet und von Christian Senftl getextet wurde. Die Litaneien beinhalteten lokale Geschichten und Geschehnisse in der Gemeinde, darunter auch das naheliegende Thema der Kommunalwahl.
Die einzelnen Gsatzl wurden immer von den Gästen mit „Starkbier, Starkbierzeit feiern d‘Egglkofner heid“ gesanglich begleitet.
Die erste Litanei beschäftigte sich mit den vielen großen Wahlplakaten der ULE zur Kommunalwahl und der CSU/FW, die eher auf die digitale Kiste setzten und sämtliche Whatsapp-Kanäle mit Wahlwerbung überschwemmten.
Auch über Johann Ziegleder, dem ältesten Bürgermeister im Landkreis, der trotz vieler Sorgen in der Gemeinde noch keine weißen Haare habe und die Hoffnung, dass Weisheit nicht von der Haarfarbe bestimmt werde, wurde eine Litanei verfasst. Dass die Frauen bei der Wahl drei Sitze im Gemeinderat verloren haben und durch die Familienbande des Zweiten Bürgermeisters, der nun seine Mama bei der Sitzung dabeihabe, wurde geschmunzelt. Auch das zerschnittene Tischtuch zwischen Egglkofen und Neumarkt mit der Hoffnung, dass dies durch den neuen Bürgermeister der Rottstadt wieder gekittet werde und eine Lösung zur Kläranlage, damit das Abwasser weiterhin nach Neumarkt kommt, wurde ein Gsatzl vorgebracht.
Eine Litanei beinhaltete auch die Achterbahnfahrten am Faschingssamstag auf dem Bonsaiplatz, die dem Egglkofener Dorfleben einen neuen Schwung bringe sowie über den neuen Lagerplatz der Feuerwehr, bei der aus der Rotlichtgarage eine Blaulichtgarage werden könnte. Es wurde ordentlich ausgeteilt und so manch einem auf lustige Weise der Spiegel vorgehalten. Mit einem „Prosit der Gemütlichkeit“ verabschiedeten sich Lenz und Christian und wurden mit großem Applaus für ihren Auftritt gefeiert.
Neben der Musik und dem deftigen Essen war auch das traditionelle Bockstechen angesagt. Hier konnten die Gäste ihre Zielsicherheit testen. Gegen Mitternacht erfolgte die Siegerehrung. Dabei konnte Rosi Seidl mit 50 Punkten das beste Ergebnis erzielen und wurde mit einem Gutschein für die Bar belohnt. Auch die weiteren Preisträger, Tobias Grinzinger, Kathi Brams und Franz Mehringer, durften Gutscheine entgegennehmen und setzten sie in der dicht umlagerten Bar um.