Mettenheim – Der freundlichen Einladung zur Seniorenehrung der Gemeinde Mettenheim, der Pfarrei „St. Michael“ und des Pfarrgemeinderats folgten heuer knapp 140 Mitbürgerinnen und Mitbürger ab einem Alter von 70 plus. Alle hatten sich schön gemacht und betraten erwartungsvoll den großen Saal beim Kreuzer-Wirt, wo sie feine Speisen, Getränke sowie Kaffee und Kuchen erwarteten. An frühlingshaft geschmückten Tischen genossen die Gäste ein anregendes kulturelles Programm, während sie sich zwischendurch mit Bekannten und Freunden unterhielten. Durch die Fenster schien die Frühlingssonne, als Mettenheims Erster Bürgermeister Josef Eisner zusammen mit der Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates Sandra Stutzriem die Gäste im Saal herzlich willkommen hießen. Im Saalpublikum begrüßt wurden auch der Dritte Bürgermeister Hans Auer sowie die Altbürgermeister Josef Gründl und Stefan Schalk, die jeweils in Begleitung ihrer Gattinnen erschienen.
Aus dienstlichen Gründen leider an der Teilnahme verhindert war der Dekan und Stadtpfarrer Klaus Vogl, der jedoch liebe Grüße ausrichten ließ. Als Servicekräfte durch die Gänge eilten während der gesamten Veranstaltung die rührigen Mitglieder des Pfarrgemeinderates, Firmlinge sowie die Kuchenbäckerinnen. „Auf ein Wort!“, bat Diakon Manfred Scharnagl seine Zuhörerschaft, über die tiefsinnigen Aufzeichnungen des einstigen Mettenheimer Pfarrers Franz Xaver Stadler nachzudenken. Mit Blick auf das altersmäßig verschieden zusammengesetzte Publikum erinnerte der Geistliche an die vor 80 Jahren auch in der Gemeinde Mettenheim stattgefundene Flucht und Vertreibung. Er gedachte auch des Schicksals der Lagerinsassen, die „ihr Leben in einen Koffer packen mussten“ oder an deren Kinder, die nach allgemeiner Auffassung zur falschen Zeit auf die Welt kamen. Trotzdem ließen die Protagonisten dieser Zeit ihre Hoffnung nicht sinken, schilderte der Diakon die Zustände, die nichts mit „glücklichen Zeiten“ zu tun hatten. Aus heutiger Sicht fühlen wir uns zunehmend von der katastrophalen Weltlage bedroht und keineswegs immer glücklich, meinte der Diakon. Schließlich appellierte er an seine Zuhörer, die guten Gaben in ihrem Leben dankbar anzunehmen und die junge Generation verstärkt zu ermutigen, sich ihren Aufgaben in Gegenwart und Zukunft zu stellen.
Nach einem kurzen Tischgebet ließen sich die Gäste Braten, Tortellini, selbst gebackene Torten und frischen Kaffee schmecken, bevor der Kirchenchor unter Wolfgang Raschs Leitung schwungvolle Melodien aus den Jugendjahren der Anwesenden, wie zum Beispiel „Butterfly“ oder „Zwei kleine Italiener“, anstimmte. Dann gab es noch heitere Wortgefechte über lokale Themen, die mit Unterstützung der künstlichen Intelligenz (KI) am eigens auf der Bühne aufgebauten „Weda Häusl“ ausgetragen wurden. Dort traf ein passionierter Hundebesitzer (Manfred Scharnagl) auf drei Darsteller aus der katholischen Landjugend (Markus Eisner, Stefan Niederschweiberer, Kimberley Aimer) zu einem Informationsaustausch. Der schon beim 14. Mettenheimer Kappenabend 2026 erfolgreich aufgeführte Sketch sorgte auch bei der Mettenheimer Seniorenehrung für viele Lacher. Gut gelaunt durften die Anwesenden zum Abschied noch in den Lostopf greifen, um sich einen der liebevoll verpackten Preise zu sichern. kch