Mettenheim – Auf der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden zuerst Bauangelegenheiten behandelt. Dabei ging es um den Neu- und Anbau einer Lagerhalle im Ortsteil Neufahrn auf 31 Quadratmeter Betriebsfläche, den die Gemeinderäte einstimmig befürworteten. Anders lag der Sachverhalt bei einem beantragten Anbau eines Wintergartens und Terrassendaches an ein vorhandenes Wohnhaus in der Baumsiedlung, Ahornweg 3. Dabei würden die Baugrenzen mit 63 Quadratmetern weit überschritten, bemängelte der Gemeinderat. Einen solchen „Bau-Turbo“ lehnten die Sitzungsteilnehmer ab, weil er nach Ansicht der Gemeinderäte unnötige Bezugsfälle und einen Freifahrtschein für alle möglichen Bauten im gesamten Gebiet schafft. Außerdem würden die ohnehin raren Parkplätze z. B. für Spaziergänger am Wald weiter reduziert, begründeten die Ratsmitglieder ihre einmütige Ablehnung dieses Bauantrags.
Einig waren sich die Ratsdamen und -herren ohne Gegenstimme darin, die Baumaßnahme der Deutschen Bahn bei der Unterführung in Richtung Waldkraiburg zu unterstützen. So soll für die Baustelleneinrichtung Platz entstehen, indem die Bahn zuvor von der Gemeinde den Grund erwirbt. Die Gemeinde Mettenheim stellt hier jedoch die Forderung, dass sowohl eine Parkplatzfläche als auch eine freie Zufahrt in das Gehölz entlang der Bahnstrecke nach Waldkraiburg geschaffen und erhalten wird. Beim nächsten Tagungsordnungspunkt wurde angeregt, ein gegen Regen schützendes Vordach über den Eingangsbereich der Grundschule zur Mittagsbetreuung zu bauen, was auch der Sicherheit der Kinder zwischen Feuerwehr-Eingangstor und Abgangstreppe dient. Immerhin bewegten sich dort zu den Stoßzeiten etwa 60 Kinder hin und her, erklärten die Betreuungskräfte. Da die Gemeinde die Notwendigkeit eines solchen Vordaches erkannte, holte sie schon vor der Sitzung Angebote entsprechender Firmen ein und rechnete die Kosten für die Baumaßnahme durch. Danach könnte das Vordach abzüglich staatlicher Fördermittel in Höhe von 70 Prozent mit 4500 Euro relativ günstig finanziert werden. Im weiteren Verlauf der Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat mit einem Vorschlag zur Umbenennung der Gewerbestraße. Da der Aufwand für eine Änderung jedoch unverhältnismäßig hoch wäre und eine solche wahrscheinlich ebenso zum Unmut bei den dortigen Anwohnern geführt hätte, wurde die entsprechende Anregung schnell und einstimmig verworfen.
Zur Sprache gebracht wurden ebenso die demolierten Straßenverkehrsschilder auf den Verkehrsinseln der MÜ38. Die Übergangshilfen in Höhe der Pizzeria Epoca Italiana in der Siedlung bezeichneten die Gemeinderäte als „unzureichend“ angesichts des regen Durchgangsverkehrs. Nach Informationen des Bauhofleiters Werner Hummel erfolge demnächst die Straßenreinigung in der Gemeinde. Des Weiteren informierte die Verwaltung, dass die in der Wassersiedlung ausgefallene Straßenbeleuchtung sich nicht zeitnah reparieren lässt. Grund dafür sind fehlende Leuchtmittel dieser Art, die nicht mehr hergestellt werden. Geprüft werde nun die Umstellung auf LED-Beleuchtung, erklärte der Geschäftsleiter der Gemeinde, Markus Krause. Lobend äußerte sich der Gemeinderat gegenüber den Bauhofmitarbeitern, die im Winterdienst tätig waren und umsichtig die Beräumung des Schnees in den letzten Monaten übernahmen.
Thematisiert wurden außerdem die zu den Hol- und Bringzeiten der Kinderwelt St. Michael mangelnden Parkplätze, deren Belegung besser überdacht werden muss. Auf der Gemeinderatssitzung gab es auch Informationen über die Kommunalwahl am 8. März 2026 sowie über die Fundtierstatistik des Tierheims Winhöring. Danach wurden 39 Tiere im Vorjahr in Mettenheim aufgegriffen und 13 ihren Besitzern zurückgegeben oder 19 erhielten ein neues Zuhause. Als nächster Sitzungstermin des Gemeinderates wurde der 14. April 2026 bei Bedarf festgelegt. kch