Zangberg – Im Bürgersaal fand die diesjährige Jahresversammlung der Jagdgenossenschaft statt. Vorsitzender Josef Buchner eröffnete die Versammlung und gedachte zunächst in einer stillen Minute eines kürzlich verstorbenen Mitgliedes.
Entgegen ursprünglichen Erwartungen fand keine Neuwahl des Vorstandes statt. Hintergrund ist die besondere Situation rund um das Wahljahr 2021, in dem pandemiebedingt keine Wahl durchgeführt werden konnte. Aufgrund der Wahlordnung und nach Information durch die Untere Jagdbehörde wurde der nächste reguläre Wahltermin auf das Jahr 2027 verschoben. Die kommissarische Übernahme des Vorsitzes durch Bürgermeister Georg Auer wurde in diesem Zusammenhang erläutert.
Der Bericht des Vorsitzenden spannte einen weiten thematischen Bogen. Behandelt wurden unter anderem moderne technische Hilfsmittel zur Wildrettung wie der Einsatz von Drohnen oder mobilen Erdgeräten. Auch die Einordnung von Photovoltaikanlagen als Bestandteil des Jagdgebietes sowie aktuelle Änderungen bei Abschlussplänen wurden angesprochen.
Kassenwart Franz Steinberger konnte den Anwesenden einen soliden Kassenstand präsentieren. Da im vergangenen Jahr keine größeren Investitionen notwendig waren und bereits zuvor vorausschauend gewirtschaftet wurde, befindet sich die Jagdgenossenschaft in einer finanziell stabilen Lage. Die Kassenprüfer Meyer Martin und Huber Martin bestätigten eine einwandfreie Kassenführung und schlugen die Entlastung der Vorstandschaft vor, die von der Versammlung einstimmig per Akklamation beschlossen wurde.
Auch der Bericht des Jagdpächters Erich Loserth stieß auf großes Interesse. Er schilderte die aktuelle Situation des Wildbestandes, der bei nahezu allen Arten als gut bis sehr gut eingeschätzt wurde. Lediglich beim Fasan zeigte sich ein abweichendes Bild. Insgesamt ermöglicht die Situation jedoch wieder die Erstellung von Abschussplänen.
Abschließend wurden weitere Themen wie Blühflächen, mögliche Änderungen bei Schonzeiten, Wildtierrettungssysteme sowie Tierinfektionen diskutiert. Diese Aspekte wurden sowohl aus jagdlicher als auch aus medizinischer Sicht beleuchtet. Beim letzten Tagesordnungspunkt – der Verwendung des Jagdschillings – gab es, abgesehen von Ausgaben für Straßenkies, keine weiteren Anträge. bfe