Hochsitze werden im Revier kontinuierlich mehr

von Redaktion

Jahresversammlung der Jagdgenossenschaft Waldkraiburg-Pürten mit Abschusszahlen – Infos des neuen Revierförsters Michael Sigl

Waldkraiburg/Pürten – Die Jahresversammlung der Jagdgenossenschaft Waldkraiburg-Pürten fand kürzlich in der „Ebinger Alm“ statt. Jagdvorsteher Johann Strasser gab einen kurzen Bericht über die Aktivitäten des vergangenen Jagdjahres.

Schriftführer Manfred Halmbacher verlas das Protokoll und dem Kassier Anton Schreiner wurde nach seinem Bericht eine ordentliche Kassenführung bescheinigt.

Von den Versammelten wurde einstimmig beschlossen, dass für die Dorfhelferinnen ein Zuschuss von 50 Euro ausbezahlt wird. Für die erworbene Pflanzenschutzspritze ist der Hydraulikzylinder für den Hangausgleich bereits vorhanden und bei den anderen Gemeinschaftsmaschinen passt auch alles.

Es wurde beschlossen, dass vom Jagdpächter neun Wild-Sirenen, sogenannte „Rabbit-Sirenen“, angeschafft und preisgleich an die jeweiligen Mitglieder abgegeben werden sollen. Zudem soll jeder Anwender sein eigenes Präparat „Verbiss-Schutzmittel Trico“ beschaffen.

Jagdpächter Oliver Wolf erörterte, dass der Abschuss erfüllt wurde und nannte die detaillierten Zahlen. Er lobte die gute Zusammenarbeit in Bezug auf die Kitzrettung, beim Zwischenfruchtanbau im Spätsommer und die tatkräftige Unterstützung bei anfallenden Arbeiten, wie etwa das Errichten von Hochsitzen. „Diese werden kontinuierlich mehr im Revier, wobei die angestrebte Anzahl noch nicht erreicht ist“, fügte er hinzu. Außerdem warb er wieder für das Ansäen von Blühbrachflächen, die derzeit mit über 1.300 Euro je Hektar gefördert werden. „Das Niederwildprojekt ist abgeschlossen und die Population des Fasans habe sich flächendeckend etabliert“, vermerkte er.

Kritisch äußerte sich der Jagdpächter zum Thema „Problemfüchse und Marder“ sowie zum überdurchschnittlich hohen Hasenbestand. Abhilfe sollen hier die bereits aufgestellten Fallen leisten und eine Treibjagd im Herbst, um den Hasenbestand zu verringern. Er bat die Waldbesitzer um den Rückbau alter maroder Schutzzäune in den Wäldern sowie um das bewusste Ansprechen von Hundebesitzern, die ihre Tiere leinenlos durch das Revier laufen lassen.

Über die Punkte „Freifläche und Waldförderung“, „Bildungsprogramm Waldschulung“ sowie „Durchforstung und Fördermaßnahmen“ referierte der neue Revierförster Michael Sigl. Er erklärte anhand von Grafiken und Berechnungen detailliert die Themen. Manche Lösungsansätze und Vorschläge zur Waldbewirtschaftung seinerseits lösten sachliche Diskussionen unter den Anwesenden aus. Er regte an, bei der privaten Wiederaufforstung die staatliche Förderung sowie das Fachwissen der Behörde in Anspruch zu nehmen.

Abschließend informierte die Vorstandschaft, dass der aktualisierte Katastereintrag ab sofort eingesehen werden kann. bac

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