Christian Bachmaier unterlag in der Stichwahl Stefan Maier. Mit 66 Prozent der Stimmen wurde Maier zum Bürgermeister gewählt. Klinger
Töging/Teising/Mehring – Während in nahezu allen Kommunen im Landkreis Altötting bereits bei der Kommunalwahl am 8. März neue Bürgermeister gewählt oder alte in ihrem Amt bestätigt wurden, ging es in Töging am Inn, Mehring und Teising in die Verlängerung. Doch auch in diesen Gemeinden herrscht nun Klarheit.
In Töging war es im ersten Wahldurchgang ein echter Krimi zwischen Marco Harrer (SPD) und Daniel Blaschke (CSU). Auch in der Stichwahl zeichnete sich zwischen beiden Kandidaten ein enges Rennen ab. Mit besserem Ende für den Mann der Roten, der damit auf Tobias Windhorst (CSU) folgen wird. Dieser wurde bereits vor zwei Wochen mit deutlicher Mehrheit zum neuen Landrat gewählt.
Blaschke (44 Prozent) zeigt sich als fairer Verlierer: „Danke an alle Töginger für das Vertrauen, auch wenn es schlussendlich nicht ganz gereicht hat. Ich gratuliere Herrn Harrer zur Wahl und bedanke mich für den Wahlkampf. Ein großes Dankeschön auch an mein gesamtes Team und meine Familie.
Aus meiner Sicht war unser Wahlkampf wirklich gut. Nun müssen wir die Ergebnisse analysieren und die richtigen Schlüsse daraus ziehen.“ Harrer konnte bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht erreicht werden.
In Teising war es am Ende mehr als nur eindeutig. Stefan Maier (TWg) sicherte sich 66 Prozent der Stimmen und ließ Konkurrent Christian Bachmaier (CSU) damit keine Chance: „Ich bin überglücklich über dieses Vertrauen und total überrascht, dass es so deutlich war – da musste ich erst einmal schlucken“, sagte Maier unmittelbar nach der Bekanntgabe des Ergebnisses.
Stefan Maier, der beruflich bei der Stadt Neuötting angestellt ist und im Wasserwerk in Altötting arbeitet, betonte, wichtig sei es nun, gemeinsam mit dem Gemeinderat und der Verwaltung die anstehenden und teilweise schon begonnenen Aufgaben abzuarbeiten.„ Nach der Kommunalwahl hatte ich schon damit gerechnet, aber dass es in dieser Deutlichkeit ausfällt, hat mich schon getroffen. Anscheinend haben die Wähler unsere Arbeit in den letzten sechs Jahren nicht geschätzt, aber ausschlaggebend ist im Endeffekt der Wählerwille – da habe ich dann wohl doch was falsch gemacht“, zeigt sich der unterlegene Bachmeier geschlagen.
„Ich muss das Ergebnis erst einmal sacken lassen“, gibt Stephan Beutlhauser in Mehring, der damit auf Robert Buchner folgen wird, offen zu.
Der gebürtige Niederbayer verpasste bereits im ersten Wahldurchgang mit 47,7 Prozent nur knapp den direkten Einzug in das Rathaus. Nun siegte er aber mit deutlichen 62,8 Prozent.
„In erster Linie bin ich sehr dankbar für das Vertrauen der Bürger und das deutliche Ergebnis. Auch die hohe Wahlbeteiligung von knapp 64 Prozent freut mich persönlich sehr. In den nächsten Tagen werden wir alle zusammen die Ergebnisse vom 8. und 22. März noch einmal genau analysieren müssen, da zeitnah noch wichtige Entscheidungen anstehen.“
Der abgewählte Amtsinhaber Buchner kam auf 37,2 Prozent: „Die letzten sechs Jahre waren eine durchaus herausfordernde Zeit mit der Corona-Pandemie, dem Ukraine-Krieg oder auch dem Bürgerentscheid hinsichtlich der Windräder“, gibt er zu Protokoll. „Für mich persönlich war es eine interessante und sehr lehrreiche Zeit, die ich nicht missen möchte. Jetzt gilt es, den Blick nach vorn zu richten.“
„Ich bin auch die letzten zwei Wochen in mich gegangen und war dann so weit, dass ich mir selbst gesagt habe, dass ich nur als Gewinner aus dem Ganzen hervorgehen kann“, fährt der Noch-Bürgermeister fort.
„Entweder wäre ich Bürgermeister geblieben, was ich mir ursprünglich auch vorgenommen habe, oder ich gehe wieder einem normalen Beruf nach. Mit 30-Tagen-Urlaub und ohne Abendtermine. Darauf freue ich mich jetzt.“