Emil Kirchmeier (CSU) ist neuer Bürgermeister

von Redaktion

Emil Kirchmeier (CSU) ist neuer Bürgermeister von Waldkraiburg. Bei der Stichwahl am Sonntag erhielt er 60,2 Prozent der Stimmen und setzte sich damit klar gegen den bisherigen Amtsinhaber Robert Pötzsch (UWG) durch, der auf 39,8 Prozent kam.

Waldkraiburg – Als das offizielle Wahlergebnis mit wenigen Worten im Rathaus-Foyer verkündet wird, fällt eine Last von Emil Kirchmeier ab. Er hat Tränen in den Augen, nach Monaten des Wahlkampfs ist er jetzt am Ziel. Emil Kirchmeier (CSU) ist ab Mai neuer Bürgermeister für Waldkraiburg.

Bei der Wahl vor zwei Wochen lag Emil Kirchmeier (CSU) mit 39,2 Prozent noch knapp vor Amtsinhaber Robert Pötsch (UWG), der es auf 37,8 Prozent. Seinen Vorsprung kann Kirchmeier in der Stichwahl deutlich ausbauen.

Die ersten
Gratulanten

Seine Frau Michaela und Landtagsabgeordneter Sascha Schnürer zählen zu den ersten Gratulanten. Von vielen anderen Freunden und Unterstützern nimmt er die Glückwünsche entgegen, die mit ihm gezittert und gehofft haben. Ihnen, seinem Wahlkampf-Team, seiner Frau und den Wählern dankt Waldkraiburgs neuer Bürgermeister ganz besonders.

Sie hätten seine Ideen und seinen Weg über Monate hinweg mitgetragen, sagt er überglücklich. „Ich bin überwältigt“, freut er sich. Es sei in den vergangenen Monaten nicht einfach gewesen, als „politischer Neuling“ die Menschen von seinen Ideen zu überzeugen. Mit der Wahl zum Bürgermeister sei der erste Schritt geschafft, in den nächsten sechs Jahren gelte es, alle – auch die Nicht-Wähler – von sich zu überzeugen und gemeinsam den Weg zu gehen. Er setze auf offene Gespräche, sachliche Diskussionen und ergebnisorientiertes Handeln für die Stadt.

Stark, lebendig und lebenswert – so stellt sich Emil Kirchmeier die Zukunft Waldkraiburgs vor. Unter dem Motto „Nicht meckern, machen“, warb er dafür, Waldkraiburg zukunftsfähig zu gestalten. Das Ergebnis habe ihm gezeigt, dass der Wille zur Veränderung da sei.

Landtagsabgeordneter Sascha Schnürer (CSU) war vom ersten Tag an von Emil Kirchmeier als Kandidat überzeugt. „Er ist einer, der die Menschen mitnimmt und die Verbindung zu ihnen schafft.“

Für Amtsinhaber Robert Pötzsch (UWG) zeichnet sich die Niederlage bereits mit den ersten Ergebnissen aus den Wahllokalen ab. Vor sechs Jahren wurde er noch mit 62,5 Prozent im ersten Durchgang wiedergewählt, jetzt war die Unzufriedenheit bei den Wählern wohl zu groß: Nur 39,8 Prozent geben ihm weiterhin das Vertrauen, die Zukunft Waldkraiburgs positiv zu gestalten.

Ein Ergebnis, das er nicht erwartet habe. „Es ist schade, aber Emil Kirchmeier hat es geschafft, die Wähler zu überzeugen“, sagt er. Sein Dank gilt den Wählern und seinem Team, die ihm die Treue gehalten hätten. Seinem Herausforderer wünscht er alles Gute für die kommenden Aufgaben und dankt für den fairen Wahlkampf. „Die Ausgangslage war nicht leicht, viele Bürger wollten einen Wechsel.“ Am Ende habe die CSU die besseren Argumente gehabt.

Was für ihn wichtig ist: „Ich kann erhobenen Hauptes aus dem Rathaus gehen“, sagt er rückblickend. In der Vergangenheit habe er viel Gutes für Waldkraiburg getan. Wie es für ihn jetzt weitergeht, könne er noch nicht sagen.

Während der Auszählung hatten viele Besucher im Rathaus noch eine zweite Zahl genau beobachtet: die Wahlbeteiligung. Vor zwei Wochen machten noch 8.457 der 18.747 Wahlberechtigten von ihrem Stimmrecht Gebrauch, dieses Mal sind es noch weniger.

Nur 39,4 Prozent
gehen zum Wählen

7361 Wahlberechtigte und damit nur 39,4 Prozent gehen an die Urne oder nutzten Briefwahl. Damit hat es keiner der beiden Kandidaten in den vergangenen 14 Tagen geschafft, die Wähler ein weiteres Mal zu motivieren.

Die niedrige Wahlbeteiligung hatte sich aber bereits in den Vormittagsstunden in den Wahllokalen abgezeichnet, wo die Wähler nur sehr spärlich an die Urne kamen.

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