Kraiburg – „Singend in den Frühling“ nannte der I(n)n Harmony Chorus sein Abschiedskonzert in der Remise, die bis auf den letzten Platz besetzt war. Sogar auf der Treppe zum Balkon nahmen noch Zuhörer Platz. Die musikalische Gesamtleitung wie auch die Führung durch das Programm lagen in den bewährten Händen von Edi Kästner, am Piano stand Shanna Hiemesch dem Chor mit 24 Sängerinnen und Sängern zur Seite.
Passend zum Frühlingsanfang startete der Chorus schwungvoll mit „Veronika, der Lenz ist da“ und hatte damit gleich das Publikum auf seiner Seite. Nach „Du und ich im Mondenschein“, bekannt geworden durch Ilse Werner, folgten zeitgenössische Stücke wie „Gib des Bandl aus de Haar“ oder „Wilds Wasser“ der Pop-Gruppe Seer, in denen Traudl Hufnagl, Jutta Haunreiter und Gerd Fischer die Solopartien übernahmen.
Bevor es mit dem weltbekannten Louis Armstrong Song „What a wonderful world“ in die Pause ging, gab es mit dem verträumten „Greensleeves“ und der jungen Laura Wimmer an der Querflöte sowie dem ergreifenden „Amazing Grace“ mit Solistin Jutta Haunreiter noch bekannte Ausflüge in den irisch-schottischen Kulturbereich.
Nach der Pause ging es schwungvoll mit „Hello Dolly“ oder dem Welthit „Mein kleiner grüner Kaktus“ in der Fassung der Comedian Harmonists weiter, getragen und ruhig dagegen „The Rose“ mit Christine Auer, Jutta Haunreiter und Andrea Zeiser als Solistinnen.
Beste Unterhaltung bot Solist Gerd Fischer mit seiner musikalischen Einlage „Beim Friseur“, auf der Harmonika begleitet von Karl Bönisch. Ein würdiger, wenn auch trauriger Abschluss des Konzerts war der letzte Titel des Abends: „Time to say goodbye“, bekannt durch Sarah Brightman und Andrea Bocelli. „Es wird Zeit zu gehen, nicht nur was mich betrifft, sondern den gesamten Chor“, meinte dazu Dirigent Edi Kästner trocken.
Wenn man freilich gesehen hat, mit welcher Freude und Begeisterung, aber auch mit viel Können der I(n)n Harmony Chorus auf der Bühne präsent war und gesungen hat, dann ist es schon schade und traurig, dass jetzt Schluss ist und ein weiterer Kulturträger in der Marktgemeinde Abschied nimmt. ng