Obertaufkirchen – Robert Huber, Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Obertaufkirchen, begrüßte im großen Saal im Gasthaus Pointvogl-Jodl die Ehrengäste und zahlreichen Mitglieder, die zur Jahresversammlung erschienen waren.
Der Jahresbericht der Schriftführerin Barbara Stettner wurde von einer Bilderpräsentation begleitet. 516 Mitglieder zählt die Freiwillige Feuerwehr Obertaufkirchen jetzt, davon 127 aktive und 389 fördernde Mitglieder. Erfreuliche zwölf Neuaufnahmen hatte die Jugendfeuerwehr zu verzeichnen.
Im vergangenen Jahr hatte die Feuerwehr an verschiedenen Festen teilgenommen, darunter viele Gründungsfeste. Ihr eigenes Gründungsfest zum 150-Jährigen begann mit dem Patenbitten mit der Feuerwehr Oberornau und wird vom 11. bis 15. Juni groß gefeiert.
Kassenwartin Barbara Auer hielt den Kassenbericht. Trotz Rekordeinnahmen aus der Blaulichtdisco, die jedes Jahr in Mimmelheim stattfindet, gab es ein Minus, das an den Vorbereitungen für das Gründungsfest liegt. „Wir hoffen auf ein großes Plus in 2027“, so die Kassenwartin. Die Kassenprüfer Martin Folger und Tobias Folger fanden die Kasse einwandfrei geführt und die Vorstandschaft konnte einstimmig entlastet werden.
Für die Berichte der aktiven Abteilungen rief Kommandant Marco Stubenrauch für die Absturzsicherung Michael Schrankl auf die Bühne. Er berichtete von 107 Übungsstunden. Für die Atemschutzabteilung sprach Fabian Wetzl. Sie hat 22 Atemschutzgeräteträger. Jugendwartin Verena Bauer freute sich über 40 Jugendliche. „Bei jeder Löschwassersuchwanderung waren wir unter den besten zehn“, erzählte sie stolz. Neben Feuerwehraufgaben gab es auch viele gemeinschaftliche Unternehmungen.
Kommandant Marco Stubenrauch berichtete von 86 Übungen und 2.180 Stunden im Jahr 2025. Einsätze waren es 55, mit 1.040 Stunden. Davon allein 18 Einsätze auf der A94.
Weil das alte Feuerwehrfahrzeug in die Jahre gekommen ist, wird ein neuer Versorgungs-Lkw beschafft, der Mitte 2028 an den Start gehen soll. Befördert wurden jeweils zum Oberfeuerwehrmann/-frau: Tobias Gilnhammer, Dominik Kühnstetter, Alexandra Pollinger und Saskia Scherer. Jeweils zum Löschmeister wurden befördert: Bernhard Huber, Werner Pollinger und Valentin Voderholzer. Zum Hauptlöschmeister wurde Thomas Bauer befördert.
An Bürgermeister Franz Ehgartner wurde ein großer Schirm überreicht und er wurde damit gebeten, die Schirmherrschaft für das Feuerwehrfest zu übernehmen, was er dankend gerne annahm. In seinem Grußwort dankte er den Feuerwehrleuten für die über 100 Tage im Jahr, die sie für diese Aufgabe geopfert haben, und dankte der Kreisbrandinspektion für die immer „ganz tolle Zusammenarbeit“. Zum Stand des neuen Feuerwehrhauses sagte er, der Rohbau solle Ende April fertig sein, Anfang Mai beginnen die Zimmerer und die Arbeiten liegen voll im Zeitplan. Ziel sei es, im August 2027 fertig zu sein.
Stellvertretende Landrätin Ilse Preisinger-Sontag freute sich über die „erstaunlich große Anzahl an Mitgliedern in der Jugendfeuerwehr“. Für die Zukunft sah sie die Arbeit der Feuerwehr vermehrt im Katastrophenschutz, bemerkte aber, die Feuerwehr sei technisch dafür gut aufgestellt.
Kreisbrandrat Harry Lechertshuber freute sich über die große Zahl der Ehrungen. Er verabschiedete sich als Kreisbrandrat und ließ der Jugend den Vortritt. Robert Huber übernahm das Wort mit organisatorischen Informationen zum Gründungsfest.