Mühldorf – Zahlreiche Vertreter der Ortsvereine kamen zum Kreisimkertag ins Gasthaus Eder nach Habersam. Hier informierte Dr. Ronald Jäger vom Institut für Bienenkunde und Imkerei in Veitshöchheim über die Asiatische Hornisse „Vespa Velutina“. Dem Kreisvorsitzenden Georg Wimmer ist es ein Anliegen, die Imker rechtzeitig über eine bevorstehende Bedrohung ihrer Bienenvölker durch diese Hornissenart zu informieren, um anschließend geeignete Bekämpfungsmethoden einzusetzen.
Seit 2022 breitet sich die südostasiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) zunehmend von Nordwesten nach Bayern aus. Wie Dr. Ronald Jäger erklärte, lauert die Hornisse den Honig- und Wildbienen auf und tötet sie im Flug, um sich von ihnen zu ernähren. Somit schwächt sie viele Bienenvölker und die Bestäubungsleistungen werden reduziert. Die Folge ist, dass es weniger Bestäuber gibt und somit auch weniger Blütenpflanzen, was sich negativ´auf die Insekten auswirkt, die auf diese Pflanzen angewiesen sind.
Die Hornissenart hat aber auch ökologische Auswirkung auf den Obstbau, da in befallenen Gegenden beispielsweise beim Weinbau, massive Ernteausfälle zu beklagen sind.
Sichtungen von Asiatischen Hornissen oder deren Nester sind zu melden, um deren Ausbreitung besser nachverfolgen zu können. Erkennungsmerkmale dieser Hornissenart ist eine schwarze Grundfärbung, mit feiner gelber Binde am ersten Segment und breite orange Streifen am Hinterleib sowie gelbe Beinenden. Inzwischen gilt die Asiatische Hornisse in Deutschland als weit verbreitet. Die Hornissenart ist für den Menschen nicht sonderlich gefährlich, die Verteidigung in deren Nestnähe ist allerdings sehr ausgeprägt. Wespenfallen sind jedoch verboten, die Beseitigung der Nester darf nur durch Fachleute erfolgen. Anschließend beantwortete der Referent noch zahlreiche Fragen zur Bekämpfung dieser Hornissenart. am