Konzert im „Atelier Augenblicke“

von Redaktion

Claus Freudenstein und Professor Max Grosch: Zwei Meister ihres Fachs

Mühldorf – Beim 16. Atelierkonzert hatte Silke von Clarmann den Mühldorfer Claus Freudenstein, der die Burghausener Musikschule leitet, 2022 für einen Grammy nominiert war und besonders gern Kindern das Spielen auf dem Kontrabass lehrt. Professor Max Grosch mit seiner Violine sei weltweit gereist, wie Freudenstein auf allen Kontinenten zuhause. Sie bilden das Duo „Cardiff Provenance“. Schon beim ersten Stück überraschte die Geige mit raschen Tonleitern, trat dann dezent in den Hintergrund, um dem Kontrabass Raum zu geben.

Freudenstein erzählte von einem umgeleiteten Flug nach Cardiff im englischen Wales. Er traf dort nach langer Zeit Max Grosch wieder und daher stamme der Name ihres Duos. Mit einer Rumba von Chick Corea ging es weiter und Freudenstein begann Mungo Santamarias rhythmisches Solo, die Geige kam tänzerisch dazu und im gleichen Rhythmus ließen beide das Stück ausklingen. Bei seinem nächsten E-Bass-Solo erzählte Freudenstein von einem 95-jährigen Komponisten von Iberian-Peninsulea-Musik und dessen Fingerfertigkeit, die er von ihm durch hartes Üben übernommen habe. Klassisch wurde es beim F-Dur-Stück Leopold Mozarts für Geige und Bass, dem ein ‚Stevie Wonder‘ für Damen mit gestreichelter Violine folgte. Die Filmmusik aus ‚Black Orpheus‘ ließ eine beschwingte Geige erklingen, der Bass nahm die Melodie auf. Schlicht, aber aktuell Freudensteins Solo von Lloyd Goldstein, der 30 Jahre lang für Krebskranke Musik gemacht hatte.

Immer wieder gab es Beifall des sachkundigen Publikums. Mit einem schwungvollen Blues endete der Abend in der Wohlfühloase „Atelier Augenblicke“. fis

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