Murphy’s Law Band meldet sich als „Group“ zurück

von Redaktion

Eröffnungskonzert in Garching – „Irgendwann ist das Thema Bierzeltmusik gut“

Erharting – Sie waren Anfang der 2000er eine feste Größe in der regionalen Musikszene. Nun kehren sie nach über 15 Jahren Pause mit frischer Energie zurück: Die Murphy’s Law Band feiert ihr Comeback – und zwar genau so, wie man sie kennt: ehrlich, handgemacht und mit einer tiefen Leidenschaft für Rockmusik.

Nachdem sich die ursprüngliche Formation um das Jahr 2009 aufgelöst hatte, gaben ein Telefonat und der Wunsch nach „echter“ Musik den Ausschlag für den Neustart. Drummer Karl Stolze aus Hirten meldete sich im Frühjahr 2025 bei Norbert Schwankl aus Mühldorf: „Wollen wir nicht die Murphy‘s Law Band ins Leben zurückrufen?“ Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten.

Stolze war damals der Schlagzeuger, Schwankl stieß etwa drei Jahre nach der Bandgründung als Sänger dazu. „Wir waren vor allem in der Mühldorfer Region unterwegs, aber auch Richtung München und im Bayerischen Wald“, erinnert sich Schwankl. Als die Auftragslage weniger wurde, führte ihn sein Weg zu Formationen wie den „Fetzntalern“ oder den „Moosnern“. Die alte Verbindung blieb jedoch bestehen. „Und irgendwann ist das Thema Bierzeltmusik dann auch gut“, betont Schwankl heute mit Blick auf seine Zeit im Showgeschäft. „Es war eine unglaubliche Zeit. Aber nun will ich wieder ernsthaft Musik machen, Musik, die mich durch mein Leben begleitet.“ Somit stand das Projekt „Comeback der Murphy’s Law Band“ in den Startlöchern.

Der pulsierende Mittelpunkt dieser musikalischen Wiedergeburt liegt heute im alten Schulgebäude in Erharting. Dort ist das Tonstudio von Norbert Schwankl, wo alle Fäden zusammenlaufen. Hier wird nicht nur geprobt, sondern die neue gemeinsame Vision geschmiedet. Die Band firmiert zum Beispiel nun bewusst als „Murphy’s Law Group“ statt wie damals als „Band“, um die Weiterentwicklung zu unterstreichen. „Die Leute sollen wissen, dass wir den Spirit von damals weiterleben lassen, aber dennoch mit der Zeit gehen“, erklärt Schwankl. Die Mitglieder wollen einen neuen Wiedererkennungswert schaffen – auch optisch, etwa durch Schwankls neues Markenzeichen, den Hut.

Neben den Rückkehrern Schwankl an Gesang und Percussion sowie Stolze an den Drums komplettieren weitere erfahrene Musiker die Gruppe und bringen ihre eigenen Geschichten mit. Den Bass bedient der Braunauer Helmut Gaiseder, der für das nötige rhythmische Fundament sorgt. Am Keyboard sitzt mit Franz Schimpfhauser ein alter Weggefährte Schwankls aus gemeinsamen Kindheitstagen in Töging. Die beiden gründeten bereits als Achtjährige ihre erste Band. Heute reist Schimpfhauser für das Projekt extra aus seiner Wahlheimat Schärding an. Und dann ist da noch der Burghauser Gitarrist Xaver Krempl, der trotz seines jungen Alters bereits durch Projekte wie „Rotzfrech“ bekannt ist und nun seinen virtuosen Stil in den Bluesrock einbringt.

Zwar bleibt die Murphy’s Law Group ihren Wurzeln treu, doch das Spektrum hat sich deutlich erweitert. Standen früher hauptsächlich die 1960er- und 70er-Jahre im Fokus, greift die Group nun auch verstärkt Rock-Klassiker der 80er und 90er auf. Songs von Eric Clapton, Joe Cocker oder Deep Purple finden sich ebenso auf der Setlist wie Stücke von Jethro Tull, den Simple Minds oder Joe Bonamassa.

Dabei wird nichts einfach nur kopiert. „Wir spielen nicht alles eins zu eins, sondern wir schauen, dass wir unseren eigenen Stempel auf jeden Song draufdrücken“, erklärt Schwankl. Dieser eigene Stil, geprägt von markanten Hammond-Klängen und Schwankls rauer Stimme, soll das Publikum begeistern.

Wer erleben möchte, wie sich dieser neue Sound anfühlt, hat dazu am morgigen Freitag die erste Gelegenheit. Das Eröffnungskonzert findet beim Bräu in Wald bei Garching an der Alz statt. Als besonderes Dankeschön an die alten Fans und zur Begrüßung neuer Zuhörer ist der Eintritt an diesem Abend frei.

„Wir möchten den Leuten zeigen, was wir draufhaben“, sagt Schwankl voller Vorfreude. Einlass ist ab 19.30 Uhr, Beginn dann gegen 20.30 Uhr. Nach dem Auftakt in Wald geht es zügig weiter: Am 11. April gastiert die Band in der Rockdisco Hölzbrunn in Gangkofen und am 8. Mai im Hotel Post in Altötting.

Über weitere Auftritte informiert die Murphy‘s Law Group auf ihrem Facebook- sowie Instagram-Kanal. Manuel Hinmüller

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