Imkerverein hat neuen Vorstand

von Redaktion

Martin Oberhansl folgt auf Martina Hofmann – Hornisse ist eine Gefahr

Ampfing/Heldenstein – Beim Bienenzuchtverein Ampfing wurde in der Jahreshauptversammlung neu gewählt. Martina Hofmann wurde von Martin Oberhansl als Vorsitzender abgelöst. Sein Stellvertreter ist Jonas Killermann, und Michael Pollmann wurde zum neuen Kassier gewählt. Lediglich Agnes Fürfanger bleibt als Schriftführerin in der neuen Vereinsspitze erhalten. Kassenprüfer sind Dr. Christian Gebauer und Martina Hofmann.

Vor den Neuwahlen gab Bienensachverständige Maria Lohmaier Tipps und Informationen zur Vorbereitung auf das nächste Bienenjahr und nahm die Mitglieder und Interessierten mit auf einen imkerlichen Jahresrückblick. Sie gab viele interessante Einblicke in ihre eigene Imkerei sowie Informationen über das Erweitern der Bienenstöcke, die Tracht, das Honigschleudern, die richtige Lagerung bis hin zur Varroabehandlung. Im Rückblick ging Martina Hofmann auf die Tätigkeiten des Vereins ein. Highlights waren eine Spendenaktion, das Rehragout-Essen und das Waldfest des Kreisverbandes. „Es wurden neue Shirts bestellt, die sowohl auf Vereinsebene als auch privat genutzt werden können“, so Martina Hofmann. Michael Reiter, Zweiter Vorstand, ging auf die Asiatische Hornisse ein. Man solle auf der Hut sein und die Umgebung am Bienenstock gut beobachten, denn der Schädling ist plötzlich da. Sie kann auch für Menschen, die allergisch sind, gefährlich werden, da ihr Gift besser wirkt als das einer normalen Hornisse. Die Hornisse ist sehr gefräßig, was schlechte Auswirkungen auf die Fauna und Flora hat, so Reiter weiter. Eine Asiatische Hornisse bildet neben dem Primärnest auch ein Sekundärnest. Im Spätsommer findet meist der Hauptangriff auf Bienen statt. Dies liegt daran, dass die Hornisse ein Allesfresser ist und es zu dieser Jahreszeit meist keine anderen Insekten mehr gibt. Zur Bekämpfung der Nester wird empfohlen, einen Locktopf mit Weißwein, dunklem Bier und Fruchtsirup aufzustellen. „Hat man das Nest lokalisiert – auf keinen Fall selber entfernen. Das ist wegen der Aggressivität sehr gefährlich“, warnt Michael Reiter. Es gibt ausgebildete Nestentferner, die man dazu beauftragen soll. Für die Zukunft sieht Reiter immer neue Schädlinge auf die Imker zukommen, die dann bekämpft werden müssen.

Manfred Reindl, Kreisvorsitzender, war voll des Lobes über den Ampfinger Verein. „Ihr seid immer zahlreich da, wenn man euch braucht.“

Derzeit sind noch Restarbeiten am Bienenhof in Aham zu tätigen. Manfred Reindl wies darauf hin, dass man für Veranstaltungen Roll-ups ausleihen kann und auch für Kinder Hüte mit Schleier zur Verfügung stehen, um beispielsweise ein Ferienprogramm durchzuführen. Und der Kreisverband ist voller Vorfreude auf das Jubiläum, das heuer gefeiert wird. Vor den Neuwahlen bedankte sich Martina Hofmann für die gute Zusammenarbeit: „Verein ist nicht nur der Vorstand, sondern alle, die dabei sind.“ Mit sehr viel Herzblut hat sie den Verein geführt, und in den sechs Jahren ihrer Amtszeit ist sehr viel passiert. „Es ist toll, wie sich der Verein entwickelt hat“, so Martina Hofmann zum Schluss ihrer Rede.

Jonas Killermann berichtete über das Jungimkerprogramm. Derzeit werden zehn Jungimker betreut, und weitere sechs stehen in den Startlöchern bereit für die Aufnahme. Dazu appellierte Jonas Killermann an die Anwesenden, sich als Pate zur Verfügung zu stellen: „Denn ohne euch geht es nicht.“

Zweiter Bürgermeister Günter Hargasser, der selbst mit der Materie Imkern vertraut ist, sagte: „Ich weiß, was ihr leistet, damit es im Landkreis summt.“ Es ist viel Arbeit und Zeit, die man hier investiert, um dieses gesunde, tolle Naturprodukt herzustellen und auch sicherzustellen, dass es den Bienen gut geht.

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