Egglkofen – Der Frauenbund und der Gartenbauverein bekamen von Gärtner Martin Schechtl von der Klostergärtnerei in Gars interessante Einblicke in Sachen Palmbuschen. Am Anfang stellte der Referent die verschiedenen Weidenarten vor und hatte hierzu auch jeweils einen Zweig dabei. Die wichtigste Pflanze zum Binden der Palmbuschen sei die Salweide, auch „echte Weide“ genannt. Je nach Region wurden und werden die Palmbuschen unterschiedlich gestaltet, so etwa Buschen mit Grünzeug oder bunten Bändern, Palmkronen oder viele kleine Buschen an einem großen Stecken. So konnten sie einzeln in Haus, Stall und Werkstatt oder auch an Nachbarn verteilt werden.
Im zweiten Teil stellte er den Brauch der Zuckerhasen vor, welcher vielen Besuchern unbekannt war. Diese wurden ab etwa 1850 von Zuckerbäckern mithilfe kunstvoll gestalteter Eisenformen aus Zuckersirup gegossen und zu Ostern verkauft. Ab etwa 1950 setzten sich die Schokoladenfiguren durch, weshalb das Handwerk des Zuckerbäckers nicht mehr viele ausüben.
Martin Schechtl besitzt eine umfangreiche Sammlung von diesen historischen Formen, die Detailgenauigkeit, aber auch das Gewicht beeindruckte die Besucher sehr. Der Referent nutzt nun einen Teil der Formen, um daraus Wachsfiguren zu gießen. Dies hat er sich mit viel Geduld und unzähligen Versuchen selbst beigebracht. Zum Abschluss betonte Martin Schechtl die Bedeutung der sogenannten „Palmbuschenbäume“, wichtig vor allem im Frühjahr für die Bienen.