Schwindegg – Vor ein paar Tagen meldeten sich mehrere Bürger bei Bürgermeister Roland Kamhuber, weil in der Goldach ein Fischsterben zu beobachten war. Zwischen Schloss und Pfarrheim verläuft die Goldach und hat eine kleine Insel gebildet. Dort fehlte das Wasser, und es befanden sich tote Fische im Flusslauf. Einige kämpften noch ums Überleben.
Eine Spaziergängerin, Birgit Armbruster, eilte zur Rettung herbei. Sie schöpfte Wasser, grub eine Kuhle und setzte die Fische wieder ins Wasser. Der Grund für das fehlende Wasser war das warme Wetter und vor allem eine dringend fällige Reparatur am Wehr, das sich ein Stück weiter unten an der Goldach befindet. Dazu musste das Wehr stufenweise geöffnet werden, das Wasser lief ab, und weil die Insel etwas höher liegt, fiel sie trocken.
Laut Auskunft des Bürgermeisters ist die Goldach ein Gewässer zweiter Ordnung. Daher ist das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim für die Maßnahme zuständig. Laut Wasserwirtschaftsamt wurde sie mit der Regierung und dem Fischereiverein in München abgestimmt. Der Fischereiverein hatte im Vorfeld auch abgefischt. Unter den Fischen befinden sich geschützte Arten.
Bürgermeister Roland Kamhuber hätte sich „den Informationsfluss auch in unsere Richtung“ gewünscht. Denn die Gemeinde wurde nur angefragt, ob für die Reparatur das Gelände der benachbarten Kläranlage zugänglich sei. „Wenn der Grundwasserspiegel sinkt, führt das mutmaßlich auch zu Schäden an den anliegenden Gebäuden“, erklärte Kamhuber im Hinblick auf zukünftige Maßnahmen. Eine Einbindung der Vertreter vor Ort wäre daher sicherlich sinnvoll. sn