Kritik an Bauplänen nahe Waldbad

von Redaktion

In Waldkraiburg sollen alte Wohnblöcke durch Neubauten mit 110 Wohneinheiten ersetzt werden. Im Bauausschuss sorgt das Vorhaben für Kritik, da wichtige Informationen zu Stellplätzen, dem Verkehrsaufkommen und dem Bestand fehlen.

Waldkraiburg – Nachverdichtung neben dem Waldbad – das sorgt im Bauausschuss für Diskussionen. Alte Wohnblöcke an der Reichenberger Straße, Erzgebirgsstraße und am Münchner Platz sollen schrittweise abgebrochen und durch Neubauten ersetzt werden. Doch bei 110 Wohneinheiten und ausschließlich oberirdischen Stellplätzen regte sich Kritik.

Ein einfacher Bauantrag reicht hier nicht aus: Für das Freibad nebenan, für das die Stadt den Flächennutzungsplan ändern lässt, besteht laut Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) ein Schutzinteresse. Deshalb soll ein Bebauungsplan erstellt werden, der alle Details regelt.

Doch für die CSU-Fraktion liegen bislang zu wenig Details vor. Dabei geht es um die Zahl der bisherigen Wohnungen, genauere Pläne für die Stellplätze und ein Verkehrsgutachten. „Mit 110 Wohneinheiten ist die Nachverdichtung zu massiv“, vertrat Karl-Heinz Stocker (CSU) die Meinung. Auch in puncto Stellplätze sei die Situation jetzt schon grenzwertig. „Diese Fragen sollten geklärt und in den Entwurf eingearbeitet werden“, schlug er vor.

Kritik, die auch von anderen Fraktionen gestützt wird. Martina Arnusch-Haselwarter (SPD) sieht vor allem die oberirdischen Parkplätze als Problem: „Wo soll gerade im Sommer geparkt werden, wenn das Waldbad geöffnet hat? Dann ist ohnehin schon kein Platz mehr.“ Ihrer Meinung nach soll der Entwurf überarbeitet werden. Auch Ernst Schäffer (AfD) betonte: „Wir müssen das im Auge behalten.“

Gegen die Pläne sprach sich niemand aus – die Kritik drehte sich vor allem um Details. Deshalb auch der Vorschlag von Karl-Heinz Stocker: „Der Entwurf soll mit den Ergänzungen ergänzt werden, bevor der Bebauungsplan in die Auslegung kommt. Es fehlen noch zu viele Informationen.“

Für Ulli Maier (UWG) aber kein Grund, den Beschluss zu verschieben. „In einem Bebauungsplan kann alles geregelt werden – auch die Parkplätze.“ Details sollten nach Meinung von Anton Sterr (CSU) aber schon vorab geklärt werden. „Wir sagen Nein zu dem Entwurf wegen massiver Verdichtung. Deshalb sollte der Entwurf neu vorgelegt und dann gebilligt werden.“ Martina Arnusch-Haselwarter kann vorrangig wegen der Stellplätze nicht zustimmen.

Weil dem Gremium noch zu wenig Details bekannt sind, wird der Vorentwurf für den Bebauungsplan vorerst nicht gebilligt. Stattdessen soll der Entwurf überarbeitet und zur nächsten Sitzung des Bauausschusses neu vorgelegt werden. Außerdem braucht es noch ein Verkehrsgutachten.

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