Heldenstein – Eine morsche Sitzbank und zu hohe Schaukeln: Beim Spielplatz am Kehrhamer Feld in Weidenbach herrscht Handlungsbedarf. Das sieht zumindest eine Gruppe dort ansässiger Eltern so. In der jüngsten Sitzung des Heldensteiner Gemeinderates wurde ihr Antrag auf neue Spielgeräte diskutiert.
Spielplatz für Kinder in
Weidenbach
Laut dem Antrag nutzen den Spielplatz derzeit rund zwölf Kinder im Alter zwischen einem und zehn Jahren, erklärt Bürgermeisterin Antonia Hansmeier (CSU). Die Kinder würden dort nicht nur spielen, sondern der Ort sei auch ein Platz der Begegnung und Bewegung. Die Eltern schlagen vor, den bestehenden Sandkasten zu entfernen. Dieser werde kaum genutzt.
Dafür wünschen sich die Antragsteller beispielsweise einen neuen Spielturm mit Rutsche, niedrigere Schaukeln oder kleinere Kletter- und Balanciermöglichkeiten. Alle Anschaffungen würden gut 18.000 Euro kosten, wobei ein Teil davon eventuell durch Spenden und übernommen werden könne.
Hansmeier ergänzte hierzu jedoch, dass eventuell nicht alle Spielgeräte aufgrund der einzuhaltenden Abstände Platz hätten.
Die Bürgermeisterin habe sich bereits mit den Antragstellern getroffen. „Es ist ein schöner Spielplatz dort“, sagte sie. Schön sei auch, dass sich die Eltern aktiv einbringen und bei der Gestaltung mithelfen würden. Der Gemeinderat soll nun darüber abstimmen, ob er ein Budget für die Erneuerung zur Verfügung stellen möchte und wie hoch dieses ausfalle. Aus dem Vorjahr seien noch Gelder übrig, meinte Hansmeier. Diese könnten verwendet werden.
Josef Lurz (CSU) wollte wissen, ob es Sponsoren gebe. Hansmeier erklärte, dass die Eltern erst den Antrag bei der Gemeinde stellen und sich nach Beschluss um Sponsoren kümmern wollten. Josef Altmann (UWG) störte sich an der hohen Summe – vor allem, „weil in den großen Gärten der Häuser dort fast überall Spielgeräte stehen“. Georg Schwenk (W-E-W) sah das anders. „Spielgeräte kosten mittlerweile ein Schweinegeld. Das ist unglaublich“, sagte er.
Dem stimmte auch Rupert Höpfinger (CSU) zu. „Vielleicht geht nicht alles auf einmal. Ein oder zwei neue Geräte wären aber sicherlich sinnvoll. Vielleicht eine Kletteranlage – das hat nicht jeder“, sagte er. Hansmeier ergänzte, dass der Bauhof auch manche Geräte, wie die Schaukel oder die Sprossen am Spielturm, selbst erneuern und anders einstellen könne.
Letztlich beschloss der Gemeinderat einstimmig, ein Budget von 9.000 Euro für den Spielplatz am Kehrhamer Feld aus den Haushaltsresten zur Verfügung zu stellen.
Florian Hartmetz (CSU) warf ein, dass auch der Spielplatz in Lauterbach erneuert gehöre. „Generell sollten wir in den nächsten Haushalten immer ein Budget für die Sanierung der Spielplätze einplanen“, schlug er vor. Hansmeier sagte dazu, dass sich die Lauterbacher mehr eine Tischtennisplatte für die Jugendlichen oder Fußballtore wünschen würden. „Das war das Ergebnis des Bürgerdialogs.“ Ein generelles Budget für Spielplätze fand auch die Bürgermeisterin sinnvoll.