Heldenstein/Mühldorf – Christina Follner zieht einen Rahmen aus dem Bienenstock. Die kleinen Insekten surren und wuseln auf den Waben umher. In manchen befindet sich bereits die Brut, andere Waben sind noch leer. Für die Imker in der Region hat die Arbeit bereits begonnen. Jetzt stellt sich heraus, welches Volk gut aus dem Winter gekommen ist.
Ständige Kontrolle
der Temperatur
Christina und ihr Mann Julian Follner kontrollieren deswegen schon seit ein paar Wochen ihre Bienenstöcke in Heldenstein. Mittels einer Waage und einem Thermometer schauen die beiden, ob noch genug Futter vorhanden ist und es im Stock warm genug ist. Denn sollte zu wenig Nahrung vorhanden sein, müssen die beiden laut eigenen Angaben den Bienen ein Notfallfutter zur Verfügung stellen. Die Heldensteiner kontrollieren zudem die Brut auf Krankheiten. „Es geht darum, das Volk gesund zu halten“, sagt Christina Follner.
Die Heldensteiner imkern seit rund sechs Jahren. Über die Show „Die Höhle der Löwen“ sind die 33-Jährigen zu ihrem Hobby gekommen. „Ich wusste zuvor nicht, wie viel Bienen leisten können“, sagt Christina Follner. Sofort sei sie begeistert von den Tieren gewesen. „Bienen sind einfach faszinierend und beim Imkern lernt man nie aus“, sagt die 33-Jährige.
Königin vollbringt
Höchstleistung
Derzeit besitzen die Follners zehn Bienenvölker. Sobald es wärmer werde, gehe die Königin in Höchstleistung, lege Stift um Stift in die Waben, erzählen die beiden. Die Folge: Das Volk werde stärker und stärker und bestehe aus bis zu 60.000 Bienen. „Irgendwann beginnen dann die Bienen, Honig in die Waben einzutragen“, sagt Julian Follner. Das sei dann der Zeitpunkt, die Honigkästen auf den Bienenstock anzubringen, erklärt er. Im vergangenen Jahr hatten ihre Völker rund 600 Kilogramm Honig produziert.
Martin Oberhansl, Imker aus Mühldorf, rechnet damit, dass es in rund drei Wochen mit dem Einlagern von Honig losgehe, sagt er. Gleich wie die Follners kontrolliert auch der 58-jährige seit ein paar Wochen seine 14 Völker. „Dass es genügend Futter gibt, ist sehr, sehr wichtig“, sagte er. Vor allem, weil im März noch kalte Tage kamen. Oberhansl ist vor rund vier Jahren über Arbeitskollegen zu diesem Hobby gekommen. Auch ihn hat die Begeisterung schnell gepackt. „Es macht sehr viel Spaß und Imkern ist spannend“, sagt er. „Es ist wie eine Sucht.“ Oberhansl engagiert sich auch beim Ampfinger Bienenzuchtverein, dem er seit März auch vorsteht.