Ampfing/Salmanskirchen – Zur Jagdversammlung der Jagdgenossenschaft Salmanskirchen traf man sich im Gasthaus Hiermer. In seinem Bericht gab Kassier Bernhard Duschl an, einen kleinen Gewinn gemacht zu haben. Maschinenwart Ludwig Limbrunner berichtete über einen Maschinenbestand von derzeit fünf Maschinen. So wie letztes Jahr einstimmig beschlossen, wurde ein Maissägerät sowie eine Spritze aus dem Fuhrpark abgegeben. Bei dem bestehenden Bestand gab es im letzten Jahr keine Reparaturen. Jäger Wolf Peter Stößl berichtete, dass der Abschussplan erfüllt worden sei. Jedes Jahr ist im Revier anders. Bejagt wird vor allem schwerpunktmäßig an Verjüngungsflächen – und Pflanzungen. Es kommt ein passabler Jungaufwuchs nach, und auch ohne Zaun findet eine gute Verjüngung statt, so Wolf Peter Stößl. Es sind zwar immer wieder Stellen vorhanden, an denen gefegt wird und auch Verbiss da ist, aber diese Stellen finden ein besonderes Augenmerk bei der Jagd und werden immer wieder kontrolliert. In den vergangenen Jahren konnte man von einer Krähenplage sprechen, die vor allem der Maisaussaat Schaden zufügte. Hier ist die Tendenz der Anzahl der gesichteten Krähen zurückgehend. Wolf Peter Stößl ging auch auf das neue Jagdgesetz ein, das am 16. April in Kraft tritt. Jagdvorsteher Gerhard Schweiger dankte der Jägerschaft für die gute und zufriedenstellende Zusammenarbeit. In seinem Bericht ging Gerhard Schweiger ebenfalls auf die Bayerische Jagdgesetz-Novelle ein. Ziel der Novelle ist die Verjüngung des Waldes. Nicht ganz leicht für die Landwirtschaft ist der umtriebige Biber im Revier, so Gerhard Schweiger. Es sind viele Schäden vorhanden, die eine Entnahme des Bibers nötig machten. Zum Thema Wildschweine konnte berichtet werden, dass diese das Revier nur kurz gestreift haben. Die Jagdgenossenschaft organisierte einen Klettersitzkurs, der sehr gut angenommen wurde. Der praxisorientierte Kurs vermittelte alle Kenntnisse, die für ein sicheres und selbstständiges Klettern, Sichern, den Einsatz der Handsäge, den Umgang mit der Waffe und den Abstieg (auch aus einer Notsituation) erforderlich sind.
Vorteile bei einer Jagd: Die bessere Übersicht aufgrund der erhöhten Sitzposition, die flexible Standortwahl, der Überraschungseffekt und stets sicherer Kugelfang sind die Vorteile dieser Jagdmethode. Es gab eine Exkursion im Nationalpark Berchtesgaden. Hier bekamen die Teilnehmer Einsicht in die Fauna und Flora sowie die Jagd. Teilgenommen wurde an einem Vortrag zum Thema Rehwild und auch an der Hegeschau in Mettenheim. Da demnächst die Mähsaison beginnt, bat Gerhard Schweiger die Anwesenden, sich bei ihnen zu melden um die Fläche abzugehen. Er bat darum, unbedingt den Mähknigge einzuhalten, denn der Landwirt stehe in der Pflicht. Einstimmig abgestimmt wurde in der Versammlung über die Verlängerung des Dienstvertrages für den angestellten Jäger Wolf Peter Stößl für ein weiteres Jahr und auch darüber, dass den Dorfhelferinnen wieder 150 Euro gespendet werden. Derzeit steht kein Kauf von neuen Maschinen an und deshalb wird der Jagdschilling wieder angelegt.
In seinen Grußworten bedankte sich Bürgermeister Josef Grundner für die gute Arbeit. „Schön, dass es so gut funktioniert untereinander und einfache Lösungen gefunden werden. Das Verhältnis beim Wild soll stimmen, denn die Natur alleine kann sich nicht mehr helfen.“ stn