Obertaufkirchen – Passionssingen haben eine lange Tradition. Dabei kommt der Ostergeschichte um Leiden, Tod und Auferstehung Christi höchste Bedeutung im Kirchenjahr zu. Mit dem lateinischen Wort „Passio“ verbindet man im Christentum in erster Linie die Leidensgeschichte Jesu Christi, also die Zeit von Verurteilung bis zur Auferstehung. Der Weg des Leidens und Sterbens Christi wurde in Frauenornau mit Texten, Liedern und Musikstücken nachverfolgt. Die Wortbeiträge sprach Pfarrvikar Dr. Anicet Mutonkole. Die Texte passten wunderbar zu den Beiträgen alpenländischer Musik der Volksmusik Obertaufkirchen unter der Leitung von Gertraud Gaigl. Der Erdinger Dreigesang mit Zitherbegleitung durch Dr. Baumgartner beeindruckte durch seinen klaren Gesang aus dem reichen Schatz der volkstümlichen Passionslieder. Das 18 Punkte umfassende Programm führte immer tiefer in das Geschehen der Karwoche. Zum Abschluss erklang das gemeinsam gesungene Lied: „Für mich nahmst Du das Kreuz auf“, begleitet mit Zither, Hackbrett, Gitarre und Bassgeige. Der Versuch, ein Passionssingen wieder aufleben zu lassen, ist geglückt. Davon zeugten die rege Beteiligung mit voll besetzten Kirchenbänken und der Applaus.sn