Dahoam bleiben und Sprit sparen

von Redaktion

Hohe Spritpreise und unsichere Flugpläne lassen viele Menschen auf Fernreisen verzichten. Josef Geisberger, Geschäftsführer des Tourismusverbands Inn-Salzach, stellt Ausflugstipps für die Landkreise Mühldorf und Altötting vor, die bei jedem Wetter für Abwechslung in der heimischen Region sorgen.

Mühldorf/Altötting – Wer in den Ferien oder im Urlaub nicht in ferne Länder reisen will, kann zur Abwechslung auch mal die heimische Region erkunden. Die OVB-Heimatzeitungen haben Josef Geisberger, Geschäftsführer des Tourismusverbands Inn-Salzach, um ein paar Ausflugstipps für die Landkreise Mühldorf und Altötting gebeten. Die locken zum einen nach draußen in die Natur. Zum anderen gibt es, falls das Wetter nicht so mitspielt, auch drinnen einiges zu erleben.

GPS-Tour durch
Neumarkt-St. Veit

„Um mehr über unsere Städte und deren Geschichte zu erfahren, gibt es in einigen Orten spannende Hörspielabenteuer“, verspricht Geisberger. Bei der GPS-Tour Neumarkt-St. Veit muss man „Das Geheimnis der alten Bierprobe“ finden und erwandert die historischen Gebäude der Stadt dabei ganz spielerisch.

Am besten lädt man die dafür nötige App und das Abenteuer im heimischen WLAN herunter und spielt vor Ort gleich los. Rätsel lösen, Dinge finden und dabei die schönsten Ecken von Neumarkt erkunden. Laut dem Tourismusexperten ein schöner Halbtagesausflug in die nördlichste Stadt der Region. Der Nagelschmiedturm, auch Münchner Tor genannt, ist das älteste Bauwerk der Kreisstadt Mühldorf am Inn. Im Inneren erwartet die Besucher eine kleine Turmuhrenausstellung, ein hölzernes Stadtmodell sowie von der Plattform ein herrlicher Blick über den Stadtplatz bis in die Bergwelt, beschreibt Geisberger dieses Erlebnis.

Der Nagelschmiedturm ist jeden ersten Samstag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet, bis zur obersten Plattform muss man rund 140 Stufen erklimmen. Der Eintritt beträgt nur einen Euro pro Person, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre sind frei.

Waldkraiburg ist kulturell ein ganz besonderer Ort. Nicht nur verschiedene Volksgruppen haben ihre Spuren in der Stadt hinterlassen, es gibt auch in der Museumslandschaft eine große Vielfalt. Vom Feuerwehrmuseum über den „Bunker 29“ bis zur Gemäldesammlung von Peter Schmidt kann man in Waldkraiburg eine regelrechte Museumsrallye unternehmen – zu finden auf Komoot. Ab April haben die Museen wieder geöffnet und bieten, wie zum Beispiel im Bunker 29, Führungen an.

Im Weihrauchmuseum Kilwing in Altötting können Besucher die Vielfalt an Harzen, Kräutern und Mischungen aus nächster Nähe kennenlernen und dabei Spannendes über Herkunft, Verarbeitung und Verwendung erfahren. Übersichtlich präsentierte Weihrauchmischungen zeigen, wie unterschiedlich Farben, Zusammensetzung und Duftnoten sein können. Das Museum bietet Einblicke in die handwerkliche Herstellung und erläutert, welche Rolle Weihrauch in religiösen und traditionellen Zusammenhängen spielt. Besonders interessant ist die praktische Seite: Besucher erhalten eine Einführung in das richtige Räuchern und lernen, worauf es bei der Auswahl und Anwendung ankommt. Anschließend können sie sich eine eigene individuelle Räuchermischung zusammenstellen.

Einmal um den
Burghauser Wöhrsee

Der Wöhrsee in Burghausen garantiert zu jeder Jahreszeit ein Naturerlebnis mit Panoramaaussicht auf die weltlängste Burg. Auf dem Naturlehrpfad können große und kleine Kinder ihre Freude an der Natur entdecken und sich dabei so richtig austoben: Der Weg führt durch die mittelalterlichen Wehrtürme dicht am Seeufer entlang.

Etwas versteckt liegt eine alte Heilquelle, die „Herzogbadquelle“. Umgestaltet zum Kneippbecken bringt sie heute Erfrischung und Belebung. Auch der „Fußfühlpfad“ ist ein Erlebnis für die Sinne: Barfuß lassen sich Sand, Steine, Erde und viele andere Untergründe ertasten. Nebenbei gibt es eine Biberburg für Groß und Klein, einen Baumlehrpfad und vieles mehr. Der Weg kann auch gut mit dem Rollstuhl oder Kinderwagen befahren werden.

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