Waldkraiburg – Zahlreiche Mitglieder und einige Gäste hatten sich im Lokal „Heimspiel“ im Jahnstadion zum Rückblick auf das Sportgeschehen 2025 eingefunden. „Und es war kein leichtes Jahr für uns“, begann Vorsitzender Walter Buchhorn seine Ausführungen. „Unser klarer Anspruch war, die Sparte Fußball neu aufzustellen und zukunftsfähig zu machen. Es ist uns leider nicht gelungen“, stellte er recht offen und ehrlich fest. Doch konnte er auch von zahlreichen positiven Aspekten und Erklärungen für die zeitweise Lage berichten: „Wir sind zu jeder Zeit handlungsfähig gewesen. Auch die Mitgliederzahl ist gestiegen von 374 auf 383 derzeit, davon sind 225 unter 18 Jahre alt.“
Nach wie vor sei die Sparte recht attraktiv. So baut Max Tschesche als Jugendkoordinator auf eine verstärkte eigene Jugend und zusammen mit Remzi Osmanaj kümmert er sich auch um die Herren.
Zwar musste man den Abstieg akzeptieren, dies war der Tatsache zuzuschreiben, dass über 20 Spieler weggekauft wurden, darunter die komplette zweite Mannschaft, sodass man aus 13 Spielen nur vier Punkte holen konnte.
Deshalb wurde der Entschluss gefasst, neue Wege zu gehen. Schon in der Winterpause hatten Adrian Malec und Tom Jacobi neue Impulse gesetzt, indem beide beim Training mitspielen. Auch Sebastian Jusic, 24 Jahre lang beim VfL, kehrte zu seinem „Herzensverein“ zurück und vervollständigt nun das Trainertriumvirat.
Der Jugendbereich zeigte sich sehr stabil. Im Kleinfeld gab es die F3 und E3 neu mit Kindern, bei denen man die Freude am Fußball so richtig spüre und die C-Jugend geht Schritt für Schritt Richtung Herrenbereich. Spieler wie Jacov Cozonac und Burna Bangura seien geeignet, sie in die erste Mannschaft einzubinden, und mit der A-Jugend ist das Ziel, in allen Jahrgängen mindestens eine Mannschaft zu bilden. „Nach wie vor gilt als oberste Prämisse, Eigengewächse heranzubilden“, so Vorsitzender Walter Buchhorn.
Bevor er die Termine für das Jahr 2026 bekannt gab, berichtete er vom Ausscheiden Pierre Hollerbachs aus der Vorstandschaft aus persönlichen Gründen. An vergangenen Terminen nannte er den Nutz-Cup, an dem an zwei Wochenenden 35 Mannschaften aus dem weiten Umkreis teilgenommen hatten. „Ab dem 18. April läuft bei Edeka zehn Wochen lang die Sticker-Tausch-Aktion, bei der Kinder und Jugendliche sowohl in den Geschäften als auch im Vereinsheim miteinander ins Gespräch kommen sollen. „Im Sommer finden das Sommerfest, ein Jugendturnier und das „Kick&Fun-Fußballcamp“ statt“, beendete der Vorsitzende seine Ausführungen.
Im Anschluss zog Jugendleiter Steffen Tomasini seine recht positive Bilanz. Kern seiner Arbeit sei die Zusammenarbeit mit den Eltern und mit dem Trainer- und Führungsbereich. „Durch den neuen Trainer kann jetzt so mancher Vater seine diesbezügliche Arbeit aufgeben“, stellte er schmunzelnd klar. Zum Sommerfest kamen 500 Besucher, der Nutz-Cup habe nach wie vor seine Strahlkraft und das Hallentraining werde weitergeführt.
Nicht ganz leicht sei auch seine Arbeit als Schatzmeister gewesen, meinte Rupert Feuerlein, denn es werde immer schwieriger, Sponsoren zu finden. So konnte er durch den Spielerverkauf zwar 65.700 Euro Einnahmen verbuchen, dem stehen 49.600 Euro an Ausgaben gegenüber. „Eine positive Bilanz, die jedoch so nicht wünschenswert ist“, schloss er seinen Bericht, dessen Ergebnis die Prüfer Günter Frisch und Helmut Molter bestätigten.
In der folgenden Abstimmung wurden die bisher kommissarisch tätigen Adrian Malec und Tom Jacobi als sportliche Leiter bestätigt. In seinem Schlusswort sprach Thomas Irgmeier, stellvertretender VfL-Vorsitzender, seine volle Anerkennung für die ehrenamtliche Tätigkeit in der Sparte und an die Eltern aus: „Ihr habt bewiesen, dass auch in härteren Zeiten das Durchhalten wichtig ist. Weiterhin gilt für uns alle das Motto: Habt Spaß am Sport!“fis