Heldenstein – Es ist ein Ärgernis in Heldenstein. An den Glas- und Altkleidercontainern beim Badeweiher werfen Unbekannte immer wieder ihren Müll ab und hinterlassen ein Bild der Verwüstung. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates diskutierte das Gremium über eine mögliche Lösung.
Das Problem ist auch, dass Bürger aus umliegenden Gemeinden ihren Verpackungsmüll abstellen würden, erklärt Geschäftsstellenleiter Markus Wagner. Das sei an den Adressaufklebern zu erkennen. Grundsätzlich sei zwar das Landratsamt für die Müllentsorgung zuständig, jedoch entstehe für die Gemeinde so ein unschönes Ortsbild, so Wagner.
Container sollen mehr
ins Ortszentrum kommen
Das Landratsamt wolle deswegen die Entsorgungssammelstelle mehr ins Ortszentrum verlegen und bittet den Gemeinderat, einen geeigneten Platz vorzuschlagen. Der neue Ort sollte nicht direkt an Wohnbebauung angrenzen, da durch den Einwurf von Glas Lärm entstehe und sich Bürger nicht immer an geltende Benutzungszeiten halten würden, erklärte Wagner.
Hilmar Holzner (CSU) kennt das Problem rund um die Entsorgungssammelstelle. „Es ist schrecklich und ganz schlimm. Ich bin öfter dort. Einmal lagen viele Papierabfälle von alten Amazon-Bestellungen dort“, sagte er. Er selbst habe früher Glascontainer neben seiner Wohnung gehabt. Dass dadurch unzumutbarer Lärm entstanden sei, habe er nicht so erlebt.
Bürgermeisterin Antonia Hansmeier (CSU) und die Verwaltung schlugen als neuen Standort vor, die Container entlang der Sankt-Rupert-Straße auf Höhe des Feuerwehrhauses aufzustellen. Diesen Platz fand Georg Schwenk (W-E-W) weniger geeignet. „Wir haben hier jetzt schon ein Problem mit dem Parken. Und die Straße ist stark frequentiert“, sagte er. Hansmeier hoffte, dass sich an einer stark frequentierten Straße die Leute nicht mehr trauen, ihren Müll zu hinterlassen.
Auch Florian Hartmetz (CSU) war „nicht glücklich“ mit dem Standort am Feuerwehrhaus. „Es braucht Platz zum Bedienen. Hier steht man beim Wegwerfen mitten auf der Straße“, merkte er an. Er schlug vor, die Container beim Gasthaus „Alter Wirt“ zu platzieren. Hansmeier erklärte dazu, dass sie am Parkplatz hinter dem Wirtshaus schon einmal standen, es dort aber Beschwerden der Anwohner gab.
Eine Möglichkeit wäre noch zwischen dem „Alten Wirt“ und dem Maibaum, schlug die Bürgermeisterin vor. Hier hatte Harald Rudolf (UWG) Einwände. „Dann liegen dort beim Biergarten Glasscherben herum“, sagte er. „Ich würde die Container ganz wegtun. Man kann Glas auch am Wertstoffhof entsorgen“, sagte er. Holzner meinte, dass sich dann der Müll vor dem Wertstoffhof sammle, wenn jemand außerhalb der Öffnungszeiten hinfahre.
Überwachungskamera
aufstellen
Rupert Höpfinger (CSU) fragte nach, ob man eine Überwachungskamera beim Badeweiher installieren könne. Bürgermeisterin Antonia Hansmeier meinte, dass diese bei Dunkelheit wenig aussagekräftige Bilder liefere. Auch ein Schild, dass hier eine Videoüberwachung stattfinde, und Hinweise zur richtigen Müllentsorgung hätten die Situation bisher nicht verbessert.
Hansmeier sagte, dass die Container eventuell auf dem Edeka-Parkplatz stehen könnten. Hartmetz schlug noch vor, sie beim Bauhof aufzustellen. Diesen Vorschlag fanden sowohl die Bürgermeisterin als auch die anderen Gemeinderäte gut. Einstimmig beschlossen sie, dass die Bürgermeisterin beim Bauhof anfragt, dort die Glas- und Altkleidercontainer in Zukunft hinzustellen.