Mühldorf – Das Kriegsende vor 80 Jahren veränderte die Gemeinde Jettenbach grundlegend. Die amerikanische Militärregierung hatte politisch das Sagen, zahlreiche Männer waren noch im Krieg oder waren – verletzt an Leib und Seele – in ihren Berufen und in der Landwirtschaft nicht mehr einsatzfähig. Ab 1945/46 kamen zudem viele Vertriebene ins Dorf und wurden in Privathäusern einquartiert. Die gesellschaftliche Struktur war auf den Kopf gestellt. Trotzdem hatten die Alt- und Neu-Jettenbacher Sehnsucht nach Normalität. Wie hat man gelebt, gearbeitet, gefeiert? Wer waren die Lehrer und Geistlichen? Und was haben Eltern und Großeltern über diese Zeit erzählt? Der Arbeitskreis erinnern45 lädt zusammen mit dem Heimat- und Kulturkreis sowie dem Kreisbildungswerk am Mittwoch, 8. April, um 14 Uhr in die Gaststätte „Zum Bahnhof“ ein, um Geschichten aus dieser Zeit zu erzählen oder zu hören. Der Geschichtskoordinator des Landkreises, Daniel Baumgartner, und die Heimat- und Kulturkreis-Ehrenvorsitzende Elvira Schreiner moderieren die Veranstaltung. Die Teilnahme ist kostenlos.