Neuer Mitpächter für das Jagdrevier St. Erasmus

von Redaktion

Done Brunnhuber hält dem Jagdrevier schon seit über 20 Jahren die Treue

Waldkraiburg/St. Erasmus – Die Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft St. Erasmus fand kürzlich im Trasner Feuerwehrgerätehaus statt. Der wichtigste Tagesordnungspunkt der Versammlung: Einstimmig beschlossen die Jagdgenossen des Jagdreviers Waldkraiburg-St. Erasmus, den Mitjäger Done Brunnhuber ab 1. April in den laufenden Pachtvertrag als gleichberechtigten Mitpächter aufzunehmen. Dem Beschluss ging ein entsprechender Antrag des bisherigen Alleinpächters Josef Sieghart voraus. Done Brunnhuber hält dem Jagdrevier seit über 20 Jahren die Treue und unterstützte den Jagdpächter all die Jahre schon tatkräftig. Jagdvorsteher Wolfgang Hintereder berichtete über die Sitzung des Jagdvorstandes, das Jagdessen im Gasthof Grasser/Jettenbach sowie die Aktualisierung des Jagdkatasters mit Blick auf die Änderung des Pachtvertrages. Zudem gab er den Dienstsitz des für dieses Revier neu zuständigen Försters Michael Sigl in Aschau bekannt. Dieser kann bei Fragen zur Aufforstung zu Rate gezogen werden.

Die Gerätschaften der Jagdgenossenschaft sind in Ordnung, weisen vereinzelt starke Gebrauchsspuren auf. Der Jagdvorsteher bat die Jagdgenossen um einen pfleglichen Umgang mit den Maschinen und eine adäquate Wartung bei der Rückgabe. Durch den Start des „Baugebietes-West“ in Waldkraiburg wird sich die jagdbare Fläche des Jagdrevieres künftig verkleinern. Die hierfür vorgesehene Ausgleichsfläche befindet sich außerhalb des Revieres.

Jagdpächter Josef Sieghart teilte mit, dass der anteilige Abschussplan für das Rehwild im vergangenen Jagdjahr erfüllt wurde. Ein Drittel des Abschusses fiel dabei dem Straßen- und Zugverkehr zum Opfer. Weiter berichtete der Jagdpächter über die Änderungen des Jagdgesetzes, insbesondere die Möglichkeit der Abschussplanfreiheit beim Rehwild. Sowohl die Jagdgenossenschaft als auch der Jagdpächter sehen derzeit keinen Handlungsbedarf, in die Abschussplanfreiheit einzusteigen. Für das hiesige Jagdrevier liegt ein bestätigter Abschussplan der Unteren Jagdbehörde bis 2028 vor. Diesen möchte man vorerst beibehalten. Mit Blick auf die anstehende Mähsaison stellte der Jagdpächter die Anschaffung einer Drohne zur Diskussion. „Hier gibt es nach wie vor diverse Fördermöglichkeiten. Zugleich stellt der Drohneneinsatz derzeit die effektivste Maßnahme zur Kitzrettung dar. Andererseits erfordert dies einen entsprechenden Personaleinsatz, insbesondere bei diversen Witterungsverhältnissen mit zeitlich engen „Mähfenstern“. Dies kann die Jägerschaft allein nicht leisten. Hierzu bedarf es die Einbindung auch der Landwirte“, erörterte Sieghart. Seitens der Jagdgenossen gab es hierzu keine abschließende Meinungsbildung. Das Thema wird jedoch weiter verfolgt. Im Bericht des Kassenwartes Johann Obermaier zeigte sich ein deutliches Plus für das vergangene Jahr. So wurde der Zuschuss für die Betriebs- und Dorfhelferinnen einstimmig befürwortet. Einstimmig wurde auch beschlossen, den Jagdpachtschilling den Rücklagen zuzuführen. Dem Werben des Jagdvorstehers, den Beitrag zum Bauernverband wieder zu entrichten, konnte sich die Mehrheit der anwesenden Jagdgenossen nicht anschließen.

Unter Wünsche und Anträge wurde von einzelnen Jagdgenossen ein weiterer Bedarf von „Verdampfersäulen“ und Vergrämungsmittel für kleinere Aufforstungsflächen gemeldet. Der Jagdpächter wird die entsprechende Bestellung vornehmen. Jagdvorsteher Hintereder bat alle Beteiligten weiterhin um eine harmonische Zusammenarbeit. bac

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