Töging – Nach fast drei Jahrzehnten an der Spitze der Judo-Abteilung des TuS Töging zieht sich Stefan Franzl aus der ersten Reihe zurück. 27 Jahre lang hat er sich mit Herzblut als Abteilungsleiter engagiert und die Abteilung aus einer schwierigen Phase zu neuen sportlichen Erfolgen geführt. Er hat dafür gesorgt, dass Judoka aus Töging sich deutschlandweit einen Namen machen konnten.
Im Jahr 1999 hat der damals 27-jährige Stefan Franzl ein schweres Erbe angetreten: Die Judo-Abteilung feierte gerade ihr 40-jähriges Bestehen, als Hans-Werner Bauer die Leitung nach fast 30 Jahren an seinen bisherigen Stellvertreter übergab. Franzl, der bereits neun Jahre als Vize-Chef fungiert hatte, nahm die Herausforderung an. Der neue Abteilungsleiter setzte von Beginn an auf die Jugendarbeit, um eine breite Basis für den Verein zu schaffen.
Bereits nach zwei Jahren hatte die TuS-Judoabteilung einen südbayerischen Meister, nach fünf Jahren mit fünf Kreisliga-Meistertiteln stieg die Herrenmannschaft wieder in die Bezirksliga auf.
Mit dem Amtsantritt von Franzl kamen nach fast zwei Jahrzehnten auch wieder bayerische und süddeutsche Meister aus Töging. Ein Höhepunkt in dieser Ära war das Jahr 2009, als die Judoabteilung mit Laura Wirth eine deutsche Vizemeisterin vorweisen konnte.
Stefan Franzl hat sich auf diesen Erfolgen aber nicht ausgeruht und legte großen Wert auf einen breit aufgestellten Verein. Durch seinen Verdienst verfügt die Abteilung heute über vier eigene Kyu-Prüfer.
Besonders in den vergangenen Jahren regnete es noch einmal Medaillen für den TuS Töging. Auch die Herrenmannschaft errang 2024 den Meistertitel in der Bezirksliga Oberbayern-Süd.
Unter der Führung von Franzl verzeichnete die Judoabteilung in den vergangenen drei Jahrzehnten 60 Meistertitel auf oberbayerischer, südbayerischer und bayerischer Ebene und auf der süddeutschen drei Meistertitel.
Ebenso wurde die Judoabteilung vor zwei Jahren vom Bayerischen Judo-Verband mit den Qualitätssiegeln „TOP-Verein“, „Partnerverein Schulkooperation“ und „Junges Engagement“ ausgezeichnet.
Stefan Franzl hinterlässt nach 27 Jahren riesige Fußstapfen. Er übergibt nun eine sehr gut aufgebaute und sportlich enorm erfolgreiche Abteilung an seinen Nachfolger Andreas Bichlmaier. Die Judo-Familie des TuS Töging hat Franzl sehr viel zu verdanken. Bei ihm kam neben dem Spitzensport, der von ihm extrem gefördert wurde, auch das Vereinsleben nie zu kurz und er hat die Judoabteilung sowohl in guten, als auch in schwierigen Zeiten immer souverän geführt.
Bei der Jahresversammlung stellte sich die Judoabteilung neu auf: Zum neuen Abteilungsleiter ist Andreas Bichlmaier, der vor fünf Jahren nach Töging gezogen ist, gewählt geworden. Der Träger des dritten Dan – einer der höchsten Ränge, die man im Judo erreichen kann – wurde von der Judoabteilung mit offenen Armen aufgenommen und zeigte sich nicht nur als ausgezeichneter Kämpfer, sondern jetzt auch als Abteilungsleiter als ein echter Glücksfall für die TuS-Judoabteilung.
Als seine Stellvertreter wurden Melissa Imhoff und Stefan Franzl gewählt. Kassenwart bleibt Manuel Künzig, als Revisor wurden Michael Sklorz und Andreas Rarrek gewählt. Die Jugendleitung übernimmt Isabelle Schächner mit Tim Seidl und Manuel Franzl, als Schriftführer wurden Vinzenz und Benedikt Schächner wiedergewählt. Alles in allem war 2025 ein sehr erfolgreiches Jahr, auf das die Judo-Abteilung stolz zurückblicken kann. Als Nächstes steht der Bezirksliga-Heimkampf des TuS Töging gegen TSV Teisendorf in der Mehrweckhalle Nord in Töging am Freitag, 24. April, um 20 Uhr an; das Bezirksliga-Finale ist am Samstag, 13. Juni, in Peiting.