Nach zwölf Jahren an den Gebühren gedreht

von Redaktion

Wassergenossenschaft Ranoldsberg zieht Bilanz – 97 Abnehmer

Ranoldsberg – Die Berichte von Vorstand und Aufsichtsrat standen im Mittelpunkt der Generalversammlung der Wassergenossenschaft Ranoldsberg.

Vorstandsvorsitzender Frank Steinberger informierte in seinem detaillierten Tätigkeitsbericht über die Aktivitäten und Arbeiten im Berichtsjahr sowie des laufenden Jahres. Im Berichtsjahr wurden 97 Abnehmer mit insgesamt 28.566 Kubikmetern Wasser versorgt.

Nach dem Abschluss der Planungen für den Erweiterungsbau konnte mit den Arbeiten begonnen und diese – was das Gebäude betrifft – mittlerweile auch abgeschlossen werden. Offen sind nur noch die Arbeiten an der Elektrik. Sobald auch diese abgeschlossen sind, wird das installierte Notstromaggregat bei Stromausfall automatisch anlaufen und die Betriebssicherheit weiter erhöhen. Die Kosten für den Erweiterungsbau beliefen sich auf knapp 90.000 Euro.

Durch die Abnahme des Stroms von einer örtlichen PV-Anlage können mittlerweile 70 Prozent des Strombedarfs vor Ort erzeugt werden, was laut Steinberger zu einer Reduzierung der Betriebskosten führen wird.

Die Wasserqualität der Ranoldsberger Genossenschaft, die knapp 400 Menschen mit Wasser versorgt, ist einwandfrei und unterschreitet alle Grenzwerte deutlich, was die durchgeführten Untersuchungen im vergangenen Jahr laut Steinberger wieder bestätigt hätten.

Aus dem von Heidi Bohner erstellten Kassenbericht war zu ersehen, dass die Genossenschaft das vergangene Jahr bilanzmäßig mit einem Überschuss in Höhe von 3.200 Euro vor Steuern abgeschlossen hat.

Steinberger informierte die Mitglieder, dass aufgrund stark gestiegener Preise und Vorgaben die Kalkulation der Gebühren nach über zwölf Jahren eine Anpassung erforderlich gemacht habe. So beträgt ab November 2026 die Grundgebühr 105 Euro bei kleinen Zählern und 119 Euro bei den größeren Zählern. Der Wasserpreis beträgt dann 1,90 Euro pro Kubikmeter. Angepasst wurden auch die Herstellungsbeiträge auf 2,02 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche und 6,09 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche zum 1.April.

Bürgermeister Thomas Einwang gratulierte der Genossenschaft und bedankte sich bei der Vorstandschaft für die geleistete Arbeit. Nur aufgrund deren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatzes sei es der Genossenschaft möglich, ihren umfangreichen Aufgaben nachzukommen und dabei, trotz ständig steigender Anforderungen des Gesetzgebers und der Erwartungen der Abnehmer, neben einer hervorragenden Wasserqualität auch einen stabilen Wasserpreis zu gewährleisten. Er ermunterte die Genossen, den Vorstand in seinem Bemühen auch weiterhin tatkräftig zu unterstützen.eth

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