Vernetzungstreffen des VdK Waldkraiburg

von Redaktion

Hilfsangebote für Menschen in Notsituationen sollen gebündelt werden

Waldkraiburg – Mit seinen über 1.000 Mitgliedern in Waldkraiburg ist der Sozialverband VdK wohl eine der aktivsten Institutionen in der Stadt und zurecht hat er in der Öffentlichkeit inzwischen den Beinamen „Die Kümmerer“ erhalten. Bekannt ist er durch seine Sprechstunden im Rathaus, offene Nachmittage mit Spielen, das Weihnachtsessen für Einsame, den Faschingsball oder spezielle Vorträge beispielsweise über Pflegestufen oder den Hausnotruf.

So versucht der Vdk auch seit Jahren, seine Angebote mit den Organisationen, Vereinen und Institutionen in der Stadt zu vernetzen. Um dies voranzutreiben, lud man dazu 50 Vertreter ein, die sich bisher bereits um benachteiligte, belastete und ausgegrenzte Menschen und auch Familien in Waldkraiburg kümmern, unabhängig von Herkunft, Glauben oder persönlichen Merkmalen. Auch seien unterschiedliche Entwicklungen in diesen helfenden Institutionen festzustellen. Einige wachsen erfreulich, haben jedoch bei der Besetzung von Leitungs- oder Organisationsaufgaben Schwierigkeiten.

Anderen wiederum fehlt trotz großen Engagements die nötige öffentliche Aufmerksamkeit. Ziel des Treffens war es nun, sie alle untereinander bekannt zu machen, sie zu vernetzen und damit Synergien zu bündeln. Eine stattliche Zahl konnte Vorsitzender Wolfgang Mikolajetz zu einem ersten Gedankenaustausch in der Taverne Korfu begrüßen. Moderator Rudolf Siegmund hatte zunächst beinahe Mühe, die recht lebhafte Diskussion in überschaubare Bahnen zu lenken, denn jeder Vertreter schilderte, was bei ihm und von ihm angeboten wird. Aber auch von zahlreichen Situationen erfuhr man, wo so mancher Schuh drückt.

So waren die Beethoven-Schule, Ditib, der Seniorenbeirat, die katholische und evangelische Kirche, der Behindertenbeauftragte, die Egerländer Gmoi, das Haus der Vereine, der Förderverein Waldbad, die Lucky-Line-Dancer, der Kreisjugendring, die Sudetendeutsche Landsmannschaft, der Reha- Sportverein und die Parteien SPD und Grüne vertreten, tauschten ihre Erfahrungen aus und äußerten Vorschläge. So wurde zum Beispiel angeregt, Veranstaltungen zusammenzulegen oder gemeinsam zu bewerben. Insgesamt kristallisierten sich immer deutlicher Altersarmut, Vereinsamung, Wohnungsnot und fehlende Mobilität als die brennenden Probleme heraus. Doch da reichen die Einzelangebote von Vereinen, Institutionen und Organisationen nicht aus, einen ständigen und umfassenden Überblick über vorhandene Hilfsangebote zu bieten. Auch Meldungen in der Stadtbroschüre und vereinzelt in der Zeitung sind zu wenig. Eine Angebotsliste für alle Hilfe- suchenden, ganz gleich, welche Notsituation sie bedrückt, sollte erstellt und für alle jederzeit zugänglich gemacht werden. Dazu bot sich der örtliche VdK als Initiator und gleichsam als Leader an, bis zum nächsten Treffen an einer Art Helfer- Liste zu arbeiten. fis

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