Heldenstein – Besonders für ältere Personen und Eltern mit Kinderwagen stellen sie zunehmend ein Problem dar: parkende Autos in der Schulstraße. Besonders bei Veranstaltungen würden Fahrzeuge auf beiden Straßenseiten parken, erklärte Bürgermeisterin Antonia Hansmeier (CSU) in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Auch Anwohner hätten sich diesbezüglich bereits mehrfach beschwert.
Parkende Autos
schränken Durchfahrt ein
Denn durch die abgestellten Autos werde die Straße stark eingeengt. Ein Durchfahren sei somit schwierig, auch die Sicht werde zum Teil behindert, so die Bürgermeisterin. Zudem müssten Fußgänger auf die Fahrbahn ausweichen. Insbesondere für Kinder stelle die aktuelle Parksituation eine erhöhte Gefahr dar, erklärte Hansmeier. Gehwege dürfen laut der Verwaltung, auch wenn sie abgesenkt sind, nur dann zum Parken genutzt werden, wenn dies durch Verkehrszeichen oder Markierungen ausdrücklich zugelassen ist.
Die Verwaltung schlug deswegen vor, ein absolutes Halteverbot auf der Gehwegseite der Schulstraße auszuschildern. Dadurch soll „vulnerablen Gruppen“ ein sicherer Weg bereitstehen. Auch der Rettungsdienst soll so in Zukunft ohne Probleme die Schulstraße passieren können, erklärte Hansmeier.
Auf Höhe der Schulbushaltestelle besteht bereits ein absolutes Halteverbot, „um die Sicherheit der Schulkinder zu gewährleisten“, sagte die Bürgermeisterin. Den Antrag der Anwohner habe Hansmeier gerne aufgenommen, „weil ich natürlich will, dass die Kinder sicher zur Schule kommen“, sagte sie. Ob es einen dauerhaften Effekt habe, sei jedoch dahingestellt, sagte sie. Bertram Häußler (UWG) meinte, solange das Halteverbot nicht kontrolliert werde, würden die Leute weiterhin dort parken. „Dann hätten die Anwohner wenigstens die Möglichkeit, die Polizei zu rufen“, entgegnete Hansmeier.
Hilmar Holzner (CSU) sagte, dass das Verbot auch mittags kontrolliert gehöre. Dazu meinte Hansmeier, dass die Verwaltung auch die Eltern auf die Gefahr von „Mütter-Taxis“ hinweise und die Gemeinde viel Geld für die Schülerbeförderung zahle. „Dennoch stelle ich fest, dass die Schulstraße zu Schulschluss schon stark frequentiert ist“, sagte sie.
Sicherheit des Schulwegs steht an erster Stelle
Georg Schwenk (W-E-W) schlug vor, die Schilder „einfach mal aufzustellen“. Grundsätzlich könne die Gemeinde auch bei der Polizei anfragen, ob diese mehr kontrollieren würde, meinte er. Dem stimmte Josef Lurz (CSU) zu: „Die Sicherheit des Schulwegs steht an vorderster Stelle.“ Auch Josef Altmann (UWG) schloss sich an: „Wenn wir die Schilder haben, dann haben wir eine Handhabe.“ Falls nötig, könne die Gemeinde auch eine Absperrungskette errichten, schlug Altmann vor.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, in der Schulstraße ein absolutes Halteverbot auszuschildern.