Jagdgenossen ziehen positive Bilanz – Rückblick auf das Jahr 2025

von Redaktion

Wichtiges Bindeglied zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und kommunaler Infrastruktur

Taufkirchen – Dass die Jagdgenossenschaft für eine Gemeinde weit mehr als nur ein Zusammenschluss von Grundeigentümern ist und als wichtiges Bindeglied zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und kommunaler Infrastruktur fungiert, zeigte sich einmal mehr bei der Hauptversammlung der Jagdgenossenschaft Taufkirchen.

Jagdvorsteher Hans Huber brachte im Rahmen seines Berichts verschiedene Neuigkeiten und Informationen zur Sprache. So stellte er unter anderem das neue Bildungsprogramm Wald (BiWa) vor, thematisierte die Übernahme des Lagerhauses der Raiffeisenbank Taufkirchen, die Rechtsberatungsmöglichkeit für Jagdgenossen(schaften) beim Bayerischen Berufsverband landwirtschaftlicher Kooperationen oder den Leitfaden für Wildschadensregelungen. Außerdem berichtete Huber von der Versammlung der Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften im Bauernverband, insbesondere über die geplante Gesetzesnovelle des Jagdgesetzes. Diese Neuerung ist derzeit noch in Diskussion, wird aber voraussichtlich in der derzeitigen Fassung verabschiedet und wichtige Neuerungen mit sich bringen, so beispielsweise zu den Schonzeiten oder die Option auf den Verzicht eines Abschussplans. Im Rahmen des Kassenberichts erläuterte Kassier Tobias Grundner die Finanzen des Jahres 2025. Die Entlastung der Vorstandschaft für das Vorjahr erfolgte anschließend einstimmig.

Interessant war der Vortrag von Revierförster Michael Sigl, mit dem er nicht nur über aktuelle Themen aus dem Forstgeschehen informierte, sondern sich den Jagdgenossen auch als neuer Revierförster vorstellte.

Im Rahmen seiner Präsentation hob Sigl die Notwendigkeit und den wirtschaftlichen Nutzen einer frühzeitigen Pflanzenpflege oder die Fördermöglichkeiten aus dem aktuellen Waldförderprogramm von der Anpflanzung über die Jungwaldpflege bis hin zur Naturverjüngung hervor. In einer Vergleichsrechnung zwischen einer ungeförderten Fichtenpflanzung und einer geförderten Tannenpflanzung stellte er außerdem dar, dass gewinnbringende Forstwirtschaft ohne Förderung kaum möglich ist.

Abschließend rundeten die Jagdgenossen ihre Versammlung mit Diskussionen und Beschlüssen ab, so beispielsweise zur Auszahlung des Jagdschillings, zur Aktualisierung des Jagdkatasters, zur Verwendung des BBV-Jagdpachtvertrags oder zur Spende an die Dorfhelferinnen. jkt

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